Gegen das Vergessen

kranzwebAuf dem Heider Südfriedhof wurden Gedenktafeln eingeweiht, die an das Schicksal polnischer und russicher Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs erinnern.

„Maria Schwittaler, zwei Jahre, starb an Lungen- und Rippenfellentzündung, Kasimir Schulz, sechs Jahre, starb an Lungenentzündung, Stefanie Segmenta??o Chmielecka, zwölf Jahre, Lungenentzündung…“ – Lisa-Maria Grentz las die Namen der 59 auf dem Heider Südfriedhof beerdigten Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkriegs mit jener Tonlosigkeit, die Grü?e solchen entsetzlichen Listen eigen ist. Zu ihrem Gedenken wurden jetzt zwei Tafeln eingeweiht, die die Geschichte der Toten erzählen. Sie sind entstanden in einjähriger Zusammenarbeit von Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums mit der Stiftung gegen Extremismus und Gewalt. Lisa Grentz ist eine von 16 Schülern dieser Projektgruppe des Abiturjahrgangs.
Die meisten der Toten waren keine 30 Jahre alt geworden, darunter viele, sehr viele Kinder – zum Gottesdienst unter Leitung von Pastorin Astrid Buchin, bei dem die Tafeln übergeben wurden, waren zahlreiche Interessierte gekommen. Sie schwiegen betroffen bei dieser Aufzählung. Dass es Zwangsarbeit gegeben habe, war wohl vielen bewusst gewesen, nun auf einmal aber wurden aus den Namen persönliche Schicksale von Verschleppung, Gewalt-Erfahrung, Hunger und Tod. Viele Kinder starben, weil die Mütter früh nach der Geburt wieder auf die Felder gezwungen wurden. Auszehrung, Erschöpfung und unterlassene Hilfeleistung wurden von den Schülern als wirkliche Todesursachen herausgestellt.
Die Projektgruppe hatte sich im vergangenen Schuljahr mit dem Thema beschäftigt. Klaus Steinschulte und Bernd Steincke von der Stiftung gegen Extremismus und cheap mlb jerseys Gewalt unterstützten sie dabei. Im Stadtarchiv trugen die
Schüler Namen und Bilder zusammen. Gemeinsam mit Hans-Jürgen Mocka vom Schleswiger Landesmuseum entwickelten sie die Gedenktafeln. „Es ist etwas anderes, so etwas zu erarbeiten, als wenn man das nur in cheap mlb jerseys Geschichtsbüchern liest“, sagt der 20-jährige Sebastian Balkos von der Projektgruppe. Ihn beeindruckte besonders, dass es gelingen konnte, Überlebende der Lager zu kontaktieren.
„Sie konnten einen wichtigen Beitrag zu unserem kollektiven Gedächtnis leisten“, betonte Claus-Peter-Kock, you Schulleiter des Dithmarschen Werner-Heisenberg-Gymnasiums. „Das Wissen, das ihr angesammelt habt, ist euch zum Gewissen geworden“, sagte Propst Peter Graphics, Fenten in seiner 本日12/28仕事納めです。 Ansprache. Zusätzlich zu den Gedenktafeln entstand eine Broschüre, in der Texte und Aufsätze gesammelt sind. Außerdem ist in der Heider St.-Jürgen-Kirche bis Synode etwa Mitte Juni eine Ausstellung cheap nfl jerseys zu sehen, bei der die Schüler ihre Ergebnisse präsentieren.
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