Krankenhausseelsorge

…und ihr habt mich besucht.“

kreuz

Was fällt Ihnen zuerst ins Auge, wenn Sie dieses Zeichen sehen? Eine Sackgasse, eine Blume, ein Kreuz?
Nehmen Sie sich einmal die Zeit für Ihre Gedanken und Empfindungen beim Betrachten.

Die Sackgasse
Der Weg ins Krankenhaus fällt vielen Menschen schwer – Kranken wie Gesunden. Wir werden erinnert an die Grenzen unserer Kräfte, unseres Wissens, unseres Daseins.
Die Blume
Die Sackgasse hat eine Öffnung! Jedoch an einer Stelle, wo man sie zunächst nicht sucht. Zusammen mit der Blume zeigt das Bild den Stumpf eines abgeschlagenen Baumes, aus dem neues Leben wächst. Neue Wege, neue Erfahrungen, neue Hoffnung können sich im Krankenhaus auftun…
Das Kreuz
Die Sackgasse und die Blume – Grenzerfahrungen und Hoffnungen – beides wird umschlossen vom Kreuz. Es erinnert an den, der beides kennt und mit uns teilt: Jesus Christus. Er kennt die Tiefen der Angst und hat zugleich erfahren, dass es eine Lebenskraft gibt, die durch alles Bedrängende hindurch trägt. So steht das Kreuz mit seiner abgerundeten Form für einen Schutzraum der Geborgenheit, in dem sich das Leben neu entfalten kann.

Krankenhausseelsorge im Westküstenklinikum Heide
Die Krankenhausseelsorgerin Diakonin Annegret Steinmeyer ist am besten zu erreichen an den Vormittagen von 8-12.30 Uhr, steht aber für terminliche Absprachen zu anderen Zeiten gern zur Verfügung. Ihr  Zimmer befindet sich im Bereich der ehemaligen Eingangshalle, Haus E, Zimmer 007.
Telefon: 0481 – 785 1120 (AB). mailto: asteinmeyer@wkk-hei.de

Arbeitsschwerpunkte:
• Station G3 (onkologische Station) / Gynäkologie / Geriatrie
• Begleitung von Patientinnen und Patienten und Angehörigen in der Palliativbehandlung
• Teambesprechungen

Der katholische Pfarrer in Heide ist unter Tel.62540 zu erreichen.

Kirche ist da, wo Menschen sie brauchen
Mit der Krankenhausseelsorge verortet sich die Kirche da, wo Menschen sie in besonderer Weise brauchen. An wenig anderen Stellen kommen evangelische Seelsorgerinnen und Seelsorger Menschen in ihren Sorgen und Fragen, ihren Ängsten und Hoffnungen so nahe wie bei einem stationären Klinikaufenthalt.
Oft können sich kranke Menschen nicht einmal mehr selbst äußern und sind vollständig auf die Hilfe anderer angewiesen. Wie kann man in dieser Situation in Würde leben?
Krankenhausseelsorgerinnen und –seelsorger begleiten Patientinnen und Patienten in ihrer oft kritischen Situation. Sie helfen ihnen, ihr Leben und ihre Krankheit anzunehmen. Sie stehen ihnen bei in Kummer und Angst, in ethisch schwierigen Entscheidungssituationen und auch im Sterben. Sie gestalten Gottesdienste und Andachten, Gebete und Segenshandlungen. Sie beraten An- und Zugehörige von Patienten. Zunehmend werden sie bei schwierigen Entscheidungen und in grundsätzlichen medizinischen Fragen um Rat gebeten.
Sie unterstützen die Mitarbeitenden im Krankenhaus und vernetzen ihre Arbeit mit Kirchengemeinden und Öffentlichkeit.
Um diesen vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, sind Krankenhausseelsorgerinnen und –seelsorger gut ausgebildet und angehalten, sich ständig weiterzubilden.

Seelsorge im Krankenhaus ist personale Zuwendung
Im Unterschied zu anderen Berufsgruppen im Krankenhaus leistet die Seelsorge keine therapeutischen, pflegerischen oder administrativen Dienste, sondern bietet Zeit und Raum zu Begegnung und Gespräch, in besonderem Maße bei folgenden wiederkehrenden Fragestellungen:
Werde ich wieder richtig gesund werden – werde ich wieder so sein, wie ich vor der Krankheit war?
Werde ich meine Arbeit weiterhin ausfüllen können?
Wird meine Familie auch zu mir halten, wenn ich schwächer werde?
Wie kann ich mich jetzt verständlich machen, wo mir die Sprache abhanden gekommen ist?
Habe ich – haben andere- etwas falsch gemacht? Habe ich Schuld an meiner Krankheit?
Kann ich mich wirklich in meiner Angst vor Schmerzen und vor dem Sterben auf die Menschen verlassen, die mir ihre Hilfe anbieten?
Woher bekomme ich die Kraft, die ich so dringend benötige?

Sowohl von Patientinnen und Patienten und Angehörigen als auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind Seelsorger in besonderer Weise gefragt in der Begleitung in Grenzsituationen, auf dem Weg des Sterbens, in Freude und Dank wie in Klage.

Der Auftrag der Krankenhausseelsorge
Auftrag der evangelischen Kirche es, das Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen. Aufgabe der Krankenhausseelsorge ist es, gerade in den besonderen Krisensituationen, wie Menschen sie im Krankenhaus erfahren, an die befreiende und tröstende Kraft des Evangeliums zu erinnern. Über Trost und Heilung kann auch die Krankenhausseelsorge nicht verfügen, aber ihr Auftrag ist es, inmitten schwerer Erfahrung die Zusage und Verheißung zu bezeugen:
Keiner geht verloren; Konflikte, Krankheit und Schmerzen haben nicht das letzte Wort; gerade in der Tiefe ist neues Leben zu gewinnen.

Kommunikative Kompetenz von Seelsorgerinnen und Seelsorgern
Gute Seelsorgerinnen und Seelsorger können zuhören, nehmen aufmerksam auch verschlüsselte Mitteilungen wahr und spüren Unausgesprochenes. Sie suchen das rechte Wort zur rechten Zeit, und sie können schweigen, ohne zu verstummen. Sie wissen, dass Menschen unterschiedliche Ausdrucksmöglichkeiten haben, dass Kinder sich im Spielen und Malen mitteilen, Behinderte im Feiern, an Demenz Erkrankte im gemeinsamen Singen.
Methodisch ähnelt sie der Psychotherapie; anders als diese setzt sie aber nicht an einer psychischen Krankheit an, um diese zu heilen. Seelsorge mag zwar im medizinischen Sinn messbar Heilung bewirken, ganz bewusst aber bemisst sie ihren Erfolg und ihr Gelingen nicht daran, sondern sucht u.a. auch im Medium therapeutischer Beratung dazu beizutragen, dass Menschen sich gegebenenfalls auch bei bleibender Krankheit, ja sogar im Sterben, mit ihrem Geschick und darin letztlich mit Gott versöhnen. (Quelle: Die Kraft zum Menschsein stärken – Leitlinien für die evangelische Krankenhausseelsorge, Hrsg. Konferenz der KHSeelsorge in der EKD, Hannover 2004.)

Der ehrenamtliche diakonische Besuchsdienst im WKK Heide
Seit mehr als zehn Jahren besteht im Heider Westküstenklinikum der ehrenamtliche diakonische Besuchsdienst. Einmal wöchentlich gehen freiwillig engagierte Frauen und Männer auf eine ihnen zugewiesene Station und machen dort Besuche bei Menschen, die viel allein sind, die sich möglicherweise zu Urlaubszeiten im Krankenhaus behandeln lassen müssen oder ganz einfach ein bisschen Aufmunterung und Abwechslung benötigen. Miteinander Reden, Vorlesen, Spazierengehen und das schlichte „Dasein“ machen die Aufgaben des Besuchsdienstes aus. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit ist ein freundlicher und offener Umgang mit Menschen wichtig sowie die Fähigkeit, seelischen Belastungen standhalten zu können.
Der wöchentliche Einsatz auf der Station erfordert darüber hinaus die Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten und benötigt etwa zwei Stunden Zeit. Ein monatliches Treffen aller ehrenamtlich Tätigen dient dem gegenseitigen Austausch. Begleitet wird die Arbeit des Besuchsdienstes von der Krankenhausseelsorgerin im Westküstenklinikum. Wer Interesse und Freude hat, Menschen im Krankenhaus zu besuchen, wende sich an Diakonin Annegret Steinmeyer, Tel.0481-785 1120 oder asteinmeyer@wkk-hei.de.

Spendenkonto bei der Sparkasse Westholstein
IBAN: DE15218517200060000239
BIC: NOLADE21MRN
Stichwort „ Krankenhausseelsorge“

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