Meldorf – Es ist nicht gut, dass der Mensch ohne Arbeit sei. Die Mitarbeitenden der Hoelp wissen das schon lange. Seit 2003 engagiert sich der Verband aus Kirche und Arbeiterwohlfahrt (AWO) dafür, Arbeitssuchenden zu helfen. Seit einigen Jahren wird das Angebot durch das spezielle, vom Jobcenter gefördertes Coaching AVGS gefördert. Dies bezog nun am Bahnhof Meldorf neue Räume. Vertreter von Politik und Kirche waren zur Einweihung gekommen.

Hinter der Abkürzung AVGS verbirgt sich der „Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein“, den die Jobcenter bei Bedarf ausstellen. Mit diesem Gutschein können Langzeitarbeitslose bei der Hoelp individuelle und fachkompetente Beratung, sogar zu Hause in den eigenen vier Wänden, bekommen.
Martin Meers, Geschäftsführer der AWO, freut sich über das Angebot. „Wir organisieren eine Tafel und ein Sozialkaufhaus, wir bieten Schulungen und Kurse an, bei uns können Arbeitssuchende sich treffen und austauschen, sie finden auch Beschäftigung und Sinn – und trotzdem haben wir lange Zeit zu kurz gedacht“, sagt er. Das professionelle Coaching sei genau die Ergänzung, die noch gefehlt habe. Im Rahmen der AVGS könnten Vermittlungshindernisse benannt und aufgearbeitet werden, das Selbstvertrauen wird gestärkt, der wertschätzende Umgang mit den Klienten ermöglicht in vielen Fällen die Stärkung, die für die Vermittlung in den Ersten Arbeitsmarkt gefehlt hat. Die Hoelp fungiert dabei als Träger, die Maßnahmen werden zu 100 Prozent vom Staat gefördert.

Gemeinsam mit Gerhard Wiekhorst, Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Dithmarschen, begrüßte Martin Meers in den neuen Räumen Vertreter der Stadt und des Kreises, Mitarbeitende und KollegInnen, Vertreter der AWO und der Kirche. „Wir freuen uns über die neuen Räume“, sagte er. „Wer kann schon von sich sagen, dass er einen eigenen Bahnhof hat?“, schob er scherzhaft nach. Die Beratungsräume liegen direkt im Bahnhofsgebäude in Meldorf. Das Angebot der AVGS gibt es aber auch in Marne, St. Michaelisdonn, Heide und in Brunsbüttel.