Dithmarschen – Ihr Name hat in Dithmarschens Kindertagesstätten-Landschaft einen guten Klang: Seit 2009 ist Meike Röckendorf Fachberaterin für die Evangelischen Kitas im Kirchenkreis. Sie berät 39 Einrichtungen, ihre Leitungen und die Träger. Maßgeblich hat sie am Aufbau des Kita-Werks mitgewirkt. Nun geht sie zum 1. Mai nach Rendsburg.

Als „bunt und vielfältig“ beschreibt sie ihre Aufgabe. Sie half den Kitas bei der Konzeptionsentwicklung, informierte regelmäßig die Einrichtungsleitungen über neue Entwicklungen, half bei der Entwicklung von Beobachtungsverfahren und brachte inhaltlich Inklusion und Partizipation voran. Dass das so gut funktionierte, lag unter anderem daran, dass Meike Röckendorf selber viele Jahre Berufserfahrung aus dem Kita-Bereich mitbrachte. Sie hat zusätzlich zur Erzieherqualifikation ein Studium der Sozialpädagogik abgeschlossen und war vor ihrem Wechsel nach Dithmarschen bereits eine Zeitlang Fachberaterin beim Verband Evangelischer Kindertagesstätten (VEK) in Rendsburg. „Die frühkindliche Bildung hat an Stellenwert gewonnen“, erklärt sie. „Die Kinder kommen jünger und verbringen viel mehr Zeit als früher in der Kita.“ Das verändert die Arbeitsbedingungen und die Anforderungen an die Professionalisierung. Meike Röckendorf war es immer wichtig deutlich zu machen, dass diese Änderungen dem Kind dienen. Eine Dokumentation um der Dokumentation willen zum Beispiel kann sie sich nicht vorstellen. „Das muss auch Konsequenzen für die Arbeit haben, sonst ist das doch Quatsch“, sagt sie.
Meike Röckendorf geht zum 1. Mai zurück zum VEK nach Rendsburg. Sie wird dort Referentin für Fortbildung und Inklusion – eine neue Aufgabe, eine schöne Aufgabe, wie sie findet. Es ist eine neue Herausforderung, auch wenn sie wirklich schweren Herzens Dithmarschen verlässt. „Rendsburg ist einfach näher an meiner Heimatstadt Kiel“, sagt sie. Die Anfahrt durch den Kanaltunnel, an dem die Bauarbeiten seit nunmehr fünf Jahren andauern, sei zunehmend zu einer Belastung geworden.

Der Kirchenkreis trennt sich nur ungern von seiner Fachberaterin und lässt sie doch dankbar in ihren neuen Wirkungskreis ziehen: In einem Segensgottesdienst, der am Mittwoch, 29. März, um 18 Uhr im Meldorfer Dom beginnt, soll sie verabschiedet werden. Zu diesem besonderen Gottesdienst sind Mitarbeitende und Vertretende der Träger eingeladen. Im Rahmen des Reformationsjubiläums wird dabei über die vielen Erneuerungen und Reformen nachgedacht, die im Kita-Bereich stattgefunden haben und weiterhin stattfinden werden. Alle, die im Kita-Bereich tätig und engagiert sind, können sich dort mit einem Segen für ihre Arbeit stärken lassen.