„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. So steht es im Artikel 1 der Internationalen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948.
Aber wie passt der Artikel 1 damit zusammen, dass Frauen in Malaysia die Bewegungs- und Meinungsfreiheit beschnitten wird? Oder damit, dass sie ihren Ehepartner nicht frei wählen dürfen? Passt er zusammen damit, dass Arbeitsmigrantinnen in Familien der städtischen Mittel- und Oberschicht zu Hungerlöhnen und ohne soziale Absicherung arbeiten? Das sind die zentralen Themen, die die Frauen aus Malaysia im Weltgebetstagsgottesdienst 2012 aufnehmen. Weiterlesen »
Weddingstedt – Benjamin Thom ist der Kirchengemeinde Weddingstedt nun wirklich kein Unbekannter: Schon seit knapp einem Jahr lebt er mit seiner Familie in der Gemeinde, taucht immer mal wieder bei offiziellen Anlässen auf, und sei es nur, um seiner Frau mal eben eines der drei Kinder abzunehmen oder zu übergeben. Und immer hat er ein freundliches Wort und ein Lächeln für die Menschen – nein, unbekannt ist Benjamin Thom hier wirklich nicht. Dennoch: In einem feierlichen Gottesdienst wurde er nun der Gemeinde formell und offiziell als ihr neuer Pastor vorgestellt. Vom 1. Februar an wird er sich mit seiner Frau Annegret die Pfarrstelle teilen. Weiterlesen »
Heide – Man könnte ja meinen, dass hier die „Wilde 13“ wohnt: Sozialer Wohnungsbau, Wohnanlage Heide-Nord – da haben manche Phantasien und andere sogar Vorurteile. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus: Im Innenhof spielt die achtjährige Vanessa mit ihrer türkischen Freundin – sie unterhalten sich einfach, vielleicht träumen sie auch gemeinsam ein bisschen vor sich hin. Alles ist sauber und ordentlich, es ist ziemlich still an diesem Tag in der Apenraderstraße. Ab und zu schaut Vanessas Vater aus dem Fenster und guckt, ob es seiner Kleinen auch gut geht. Holger Möller ist auf dem Weg zu seinem Büro im Gemeinschaftshaus, die Kinder kennen ihn und grüßen ihn freundlich. Hier geht es nicht wirklich wild zu. Aber die Wohnanlage wird in diesem Jahr 13 Jahre alt. Weiterlesen »
Die Hirten, sie singen: „Fum, fum, fum. Speck und Wurst und Eier!“ Es gibt ein katalonisches Weihnachtslied, da sitzen die Hirten bei Speck und Wurst und Eiern. Ein ungewöhnliches Bild, ungewöhnliche Gerüche, das passt nicht zur Heiligen Nacht! Kaum geeignet, um bei uns Weihnachtsgefühle zu wecken. Bei uns muss es doch am besten nach Spekulatius und Weihnachtsgans, nach Tannenbaum und Wachskerzen duften. Aber das Ungewohnte ist manchmal das Naheliegende. Denn in der ersten Heiligen Nacht wird es eher nach deftiger Hirtenkost gerochen haben, als nach feinem Weihnachtsgebäck oder Wohlstandsduft. Deshalb gefällt mir dieses alte katalonische Lied so. Da wird die Heilige Nacht schwungvoll in den schnöden Alltag hineingesungen, die Hirten haben die Nase über der Pfanne, und in den geweckten Appetit hinein sagt der Engel: „Siehe, ich verkünde euch große Freude. Denn euch ist heute der Heiland geboren.“ Das ist eine heftige Appetit-Störung, in die Vorfreude des behaglichen Magenknurrens hinein tönen die Engel ihr fremdes Lied. Und dann sitzen die Hirten da und müssen sich entscheiden. Bleiben sie bei Speck und Wurst und Eiern oder verlassen sie die sichere Feuerstelle? Gehen sie los zum Stall, zum Kind? Nun, wir wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist: Sie sind losgegangen, sonst wüssten wir nichts von dieser Heiligen Nacht. Sie haben sich stören lassen, so fängt die Heilige Nacht an! Die Heiligkeit der Nacht ist eine Störung des Alltagsgeruches. Und wer dann seine Nase über der Pfanne behält, erlebt die Heilige Nacht gar nicht. Weiterlesen »
Meldorf/Helgoland – „Hallo Helgoland, hier ist Meldorf“ – via Skype stellte sich Pamela Hansen den Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen der Hochsee-Insel als mögliche neue Pastorin vor, und Propst Dr. Andreas Crystall ließ es sich nicht nehmen, die Internet-Konferenz auf diese Weise humorvoll zu eröffnen. Wetterlage, Flugplan und die enge Terminlage so kurz vor Weihnachten hatten eine persönliche Begegnung verhindert. Die Kirchenvertreter brauchten danach keine lange Bedenkzeit. „Liebe Frau Hansen, wir möchten Sie herzlich in unseren Armen willkommen heißen“, sagte Lars Carstens, Vorsitzender des Kirchenvorstands, schließlich zu der Bewerberin. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt wird die Seelsorgerin ihren Dienst auf dem Hochsee-Eiland antreten. Weiterlesen »
Nordhastedt – Es ist früh am Morgen, die Dämmerung zieht gerade herauf und der Wald riecht nach Regen. Bei jedem Schritt schmatzt die Erde, Tropfen klatschen von den Bäumen. Heut ist kein Tag, an dem man unbedingt vor die Tür müsste, aber die Kinder des Evangelischen Waldkindergartens sehen das anders. Heute ist Kindergartentag, ganz normal, dick eingemummelt treffen die Lütten. bei der kleinen Hütte ein, die zugleich Treffpunkt und Lagerraum ist. Hier werden sie freundlich von ihren Erzieherinnen empfangen, und dann gibt es kein langes Gewese mit An- und Umziehen: Das Spiel beginnt. Weiterlesen »
Dithmarschen – Sie engagieren sich für Frauen, die zehn Mitglieder des synodalen Ausschusses für Frauenarbeit. Sie denken, sprechen, planen in besonderer Weise für andere: Für die Frauen, die immer noch benachteiligt werden, für die, die unter Gewalt oder der Androhung von Gewalt leiden, für Frauen in anderen Ländern und für Frauen hier bei uns. „Frauenarbeit ist immer noch nötig“, sagt Elisabeth Ostrowski, Referentin für Frauenarbeit im Kirchenkreis Dithmarschen. Und: „Denn es stimmt nicht, dass bereits alles erreicht wäre. Das ist eine gern aufgestellte Behauptung, die im Alltag widerlegt wird“. Weiterlesen »