Die Digitalisierung ist in aller Munde. Gefährdet und rationalisiert sie Arbeitsplätze? Oder bietet sie gar Chancen? Wenn ja – wem? Was verstehen die Menschen unter Digitalisierung und was macht sie mit ihnen? Und vor allem: Was bedeutet die Digitalisierung für einen ländlichen Raum wie Dithmarschen? Diese und andere Fragen diskutiert der Kirchenkreis Dithmarschen am Montag, 29. Oktober, ab 18 Uhr in der Ditmarsia in Meldorf.

Innerhalb des Kirchenkreises haben sich vor allem das Diakonische Werk und das Frauenwerk der Gestaltung dieses Abends angenommen, die beiden Werke kooperieren dabei mit der Evangelischen Akademie der Nordkirche. Weitere Kooperationspartner und Unterstützer an diesem Abend sind die Fachhochschule Westküste (FHW), der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, lokal.digital VHS Dithmarschen, die Klaus-Groth-Schule Heide, das Gymnasium Marne (Europaschule) und der Offene Kanal Westküste.

Bevor es am 29. Oktober in eine Podiumsdiskussion geht, startet der Abend mit einer Einleitung der Moderatoren Frank Zabel und Pastorin Katja Hose: Sie werfen zunächst einen Blick auf positive Chancen der Digitalisierung, fragen aber auch skeptisch, was Digitalisierung für Menschen in Armut und in prekären Lebenssituationen bedeutet.

Anschließend präsentieren sich die Kooperationspartner und geben Einblicke in ein komplexes Themenfeld. So wird sich zum Beispiel Dr. Alexandra Bohle von der FHW in einem Grundsatzimpuls mit der Historie der Digitalisierung und der Frage nach einer Verbesserung von Kommunikation beschäftigen. Dr. Stefan Atze vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt beleuchtet kulturelle und ethische Umstände und wirft einen Blick auf die Aspekte Arbeit, Bildung und Medienkompetenz. Im Anschluss präsentieren sich die Kooperationspartner.

An der Podiumsdiskussion nehmen neben Dr. Alexandra Bohle und Dr. Stefan Atze auch Ilka Hoop-Parschat (Leiterin der Klaus-Groth-Schule in Heide) sowie die Kreistagsabgeordnete Kerstin Hansen teil. Hier sollen insbesondere Fragen diskutiert werden, die die Menschen in Dithmarschen unmittelbar betreffen: Was brauchen wir hier „auf dem Land“, damit wir mit der Digitalisierung gut leben können? Wie schätzt die junge Generation die Digitalisierung ein? Welche Probleme können durch die Digitalisierung entstehen? Wie werden sich Arbeit und Berufe verändern? Und lässt sich diese Entwicklung politisch und gesellschaftlich steuern – oder sind wir nur Passagiere in einem nicht aufzuhaltenden Zug?

Die Veranstaltung ist kostenfrei und öffentlich, Interessierte sind herzlich willkommen.

Das Foto zeigt Pastorin Katja Hose vom Frauenwerk Dithmarschen sowie Rolf Schulz vom Diakonischen Werk.