Mit großer Anteilnahme und mit herzlicher Dankbarkeit verabschiedete sich die Kirchengemeinde Brunsbüttel von ihrem Pastor Jochen Driesnack. Driesnack war 27 Jahre Seelsorger in der Schleusenstadt, er starb am Ostermorgen im Alter von 58 Jahren.
„Jochen ist Pastor und Mensch gewesen“ – liebevoll erinnerte Freund und Kollege Rainer Petrowski in seiner Traueransprache in der Pauluskirche an den Verstorbenen. Brunsbüttel war Driesnacks erste Pfarrstelle, er war für den Südteil der Stadt zuständig, engagierte sich besonders für die Kindergärten und die Jugendarbeit. Er setzte sich für den Jugendtreff Süd und rief die Tensing-Gruppe Brunsbüttel ins Leben, die ihm auf der Trauerfeier mit bewegenden Worten dankte. Sein Herz hing in besonderer Weise an der Seemannsmission. Immer wieder setzte er sich – auch auf Facebook – für Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung ein und erhob seine Stimme für die Schwachen und Benachteiligten.

Türen seien ihm zuletzt wichtig gewesen, so Rainer Petrowski. Seit Januar habe Driesnack gewusst, dass es keine Heilung geben könne, und seitdem habe er sein Leben geregelt und Vorsorge getroffen. Dabei habe sich so manche Tür für immer verschlossen – es war ein Abschied auf Raten, und er sei nicht immer leicht gewesen. Nun sei er durch die letzte Tür gegangen. „Ich bin die Tür“, sagt Jesus im Johannesevangelium. „So jemand durch mich eingeht, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden.“ In diesem Vertrauen sei Jochen Driesnack gestorben.

An der Trauerfeier nahmen Vertreter des Synodenpräsidiums sowie Propst Dr. Andreas Crystall teil. Viele Kolleginnen und Kollegen waren gekommen und erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Auch Mitarbeitende des Rentamts nahmen Abschied. Auf Facebook postete Jochen Driesnack übrigens noch am Karfreitag vor seinem Tod ein Trostwort: „May the light of hope be with you always.“