Zwischen Mexiko und Nicaragua

Zwischen Mexiko und Nicaragua


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Veröffentlicht von Frank Zabel am Sonntag, 12. Mai 2019, 21:01 Uhr

Wittenberg/Meldorf – Eine kleine Delegation des Kirchenkreises Dithmarschen hat heute (9. April) im Wittenberger Luthergarten einen Apfelbaum gepflanzt. Der „Cox Orange Renette“ ist der 472. von insgesamt 500 Bäumen von Kirchen und Gemeinden aus aller Welt, die aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums die Wallanlagen der Lutherstadt begrünen. Die Nachbarbäume wurden von evangelischen Christen aus Nicaragua und Mexiko gepflanzt.

Der Kirchenkreis Dithmarschen beteiligt sich damit an einem Projekt, das bereits 2009 durch den Lutherischen Weltbund (LWB) in Genf initiiert worden war. Insgesamt 37 verschiedene Baumsorten haben bereits im Luthergarten ihren Platz gefunden. Inken Wöhlbrand, bis Herbst vergangenen Jahres noch Pastorin in Meldorf und heute Direktorin des LWB-Zentrums in Wittenberg: „Der Luthergarten ist durch diese Aktion ein lebendiges Reformationsdenkmal.“ Zugleich gehen die Paten der Wittenberger Bäume eine Verpflichtung ein, auch in ihrer Heimat einen Baum zu pflanzen.

Synodenpräses Sonja Keck, Propst Dr. Andreas Crystall und Gerd Schülke (Kirchengemeinde Meldorf) haben die Patenschaft in Wittenberg gemeinsam mit Inken Wöhlbrand und LWB-Studienleiter Pfarrer Joachim Zirkler in einer Andacht gefeiert. Die Dithmarscher widmeten die Aktion dem Gedenken an Heinrich von Zütphen, dem Luther-Freund und Märtyrer, der in Wittenberg studiert, in Meldorf gepredigt hatte und am 10. Dezember 1524 in Heide getötet wurde. „Ihren“ Baum werden die Dithmarscher auf dem Zütphen-Friedhof in Heide pflanzen.

Bild: Gerd Schülke, Pfarrer Joachim Zirkler, Sonja Keck, Pastorin Inken Wöhlbrand und Propst Dr. Andreas Crystall (von links) pflanzten Dithmarschens Apfelbaum direkt vor dem Schwarzen Kloster von Wittenberg.