Monika Schmudde neue Referentin für Frauenarbeit

Monika Schmudde neue Referentin für Frauenarbeit


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Veröffentlicht von Jan-Ole Claussen am Montag, 28. Oktober 2019, 08:16 Uhr

Meldorf – Wechsel im Frauenwerk des Kirchenkreises Dithmarschen: Gelernt hat Monika Schmudde zunächst den Beruf der staatlich geprüften landwirtschaftlichen Hauswirtschaftsleiterin, später eine Ausbildung als Erzieherin drangehängt, dann ein Studium in „Sozialer Arbeit und Diakonie“. Erst im September wurde sie als Diakonin eingesegnet, und seit Oktober ist sie nun die neue Referentin für Frauenarbeit im Evangelischen Frauenwerk Dithmarschen des Kirchenkreises. Sie folgt damit auf Pastorin Katja Hose, die zum Frauenwerk der Nordkirche gewechselt ist. „Wenn man so will“, sagt Monika Schmudde (53) lächelnd, „bin ich das beste Beispiel dafür, dass man auch erst eine Familie gründen und sich dann auf die Berufswelt konzentrieren kann.“

Auf die Arbeit im Frauenwerk freut sie sich sehr: „Ich bin seit zwei Jahren als Koordinatorin im evangelischen Familienzentrum Brunsbüttel tätig und habe dabei festgestellt, dass es in Situationen von Familien auch immer um die Situation von Frauen geht.“ Während ihres Studiums habe sie für sich erkannt, dass sie später gern in den Bereichen Kirche und Frauen würde arbeiten wollen: „Dass sich das nun im Frauenwerk so ergeben hat, ist für mich geradezu eine Fügung.“ Auch weil sie mit ihrer Vorgängerin Katja Hose schon in Marne während ihrer Zeit als Erzieherin im Kindergarten zusammengearbeitet hat, „sie hat mich ein Stück meines Weges mit Rat und Tat begleitet“.

Insofern setzt sie auch im Frauenwerk auf Kontinuität, will bewährte Themen beibehalten und gleichwohl eigene Schwerpunkte setzen. „Das Frauenwerk des Kirchenkreises Dithmarschen kümmert sich um viele verschiedene Aspekte, und das werden wir fortführen. Gesellschaftspolitische, frauenpolitische, soziale, interkulturelle, nachhaltige und ökologische Angebote werden weiterhin auf unserer Tagesordnung stehen, die werden schließlich gut angenommen“, sagt Monika Schmudde. Am Herzen liegt ihr, auch jüngere Frauen mit dem Programm des Frauenwerks anzusprechen, ebenso -  wie bisher auch schon - Frauen mit Migrationshintergrund: „Im Familienzentrum Brunsbüttel beispielsweise haben wir ein interkulturelles Fest veranstaltet, bei dem wir zugleich auch für die Betreuung der Kinder gesorgt haben – das hat sehr gut funktioniert.“

Dank eigener Fortbildungen in systemischer Therapie, Traumatherapie und Biografiearbeit sollen auch diese Themen zukünftig mehr Beachtung im Frauenwerksangebot finden. Ebenso die Musik, immerhin hat sie auch eine Ausbildung zur C-Kirchenmusikerin für Popularmusik absolviert. „Ich gehe mit offenen Augen und Ohren durch das Leben und will sehen, wo wir neue Punkte aufgreifen können – ich bin offen für neue Impulse.“

Als Zielgruppe sieht sie jedoch nicht Frauen allein: „Auch die Männer sollten um die Frauenthemen wissen. Es nützt ja nichts, wenn wir nur unter uns bleiben. Unsere Arbeit ist nicht nur für uns Frauen wichtig, sondern in gesamtgesellschaftspolitischer Hinsicht!“

Monika Schmudde lebt mit ihrem Mann in Elpersbüttel und hat drei erwachsene Kinder sowie drei Enkelkinder. Dass sie verhältnismäßig spät neue berufliche Wege eingeschlagen hat, sieht sie nicht als Nachteil an, im Gegenteil: „Man muss manchmal krumme Wege gehen, um dort anzukommen, wo man richtig ist und eigentlich sowieso hinwollte.“ So sieht sie auch ihre Rolle im Frauenwerk darin, „Frauen zu motivieren, neue Wege zu gehen und sie auf ihren Wegen religionssensibel zu begleiten“. Wenn es ihr gelingen würde, „unseren christlichen Glauben als Ressource in den verschiedenen Angeboten des Frauenwerkes sichtbar zu machen, wäre viel erreicht“, so die neue Referentin für Frauenarbeit im Kirchenkreis Dithmarschen.

Dithmarschens Propst Dr. Andreas Crystall freut sich auf die Zusammenarbeit: „Monika Schmudde ist der Frauenarbeit seit langem verbunden. Sie bringt viele Ideen mit und ist in Dithmarschen sehr gut vernetzt - ich freue mich sehr, dass sie diese wichtige Aufgabe übernimmt.“