Kirchengemeinden: Schutzkonzepte für öffentliche Gottesdienste

Kirchengemeinden: Schutzkonzepte für öffentliche Gottesdienste


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Veröffentlicht von Frank Zabel am Mittwoch, 6. Mai 2020, 13:05 Uhr

Dithmarschen - Viele Kirchengemeinden in Dithmarschen bereiten sich jetzt auf die ersten öffentlichen Gottesdienste in ihren Kirchen seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor. Vor wenigen Tagen hatte das Land Schleswig-Holstein Gottesdienste unter Auflagen wieder erlaubt. Der Kirchenkreis hat seine 29 Dithmarscher Kirchengemeinden über die rechtlichen Rahmenbedingungen informiert. Dazu gehören die Vorgaben der schleswig-holsteinischen Landesregierung ebenso wie die Handlungsempfehlungen der Nordkirche.  

So wird die maximale Teilnehmerzahl eines Gottesdienstes pro Kirche begrenzt (ein/e TeilnehmerIn pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche) – dies gilt allerdings nur noch bis zum 18. Mai. Danach sollen allein Mindestabstände zwischen den einzelnen Gottesdienstbesuchern eingehalten werden, wie heute in Kiel bekannt wurde. Die Nordkirche empfiehlt hier zwei Meter. Weitere Hygienevorkehrungen, beispielsweise das Tragen von Schutzmasken bleiben auch nach dem 18. Mai verpflichtend. Gottesdienstbesucher sollen sich vorher in den Gemeindebüros anmelden, auf Gemeindegesang wird verzichtet, ebenso auf das Abendmahl.  

Bevor die Gemeinden wieder zu öffentlichen Gottesdiensten in die Kirchen oder open air einladen, müssen die zuständigen Kirchengemeinderäte zunächst Schutzkonzepte beschließen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Nach den bisherigen Rückmeldungen aus den Gemeinden ist davon auszugehen, dass vielerorts die ersten öffentlichen Gottesdienste zu Himmelfahrt (21. Mai) oder Pfingsten gefeiert werden. 

Propst Dr. Andreas Crystall ist froh, dass ab dem 9. Mai auch für Trauerfeiern künftig dieselben rechtlichen Rahmenbedingungen gelten sollen wie für andere Gottesdienste auch. „Die neuen Vorgaben ermöglichen wieder eine tröstliche Nutzung der alten Gotteshäuser und Kapellen – wenn auch eingeschränkt und möglicherweise nur für einen Teil der Trauergemeinde, während andere dann draußen am Grab werden Abschied nehmen müssen.“

Aktualisiert am 7. Mai