Gutes günstig weitergeben

kleiderboerseSeit 2005 findet sie statt: Die Frauenkleiderbörse im Gemeindehaus St. Jürgen in Heide. Seitdem gibt es diesen schwunghaften Handel mit getragenen Frauenkleidern, Accessoires, Schuhen, Handtaschen. „Warum immer neu kaufen und wegwerfen?“, hatten sich – inspiriert vom Frauenwerk Rendsburg, Frauen vom Frauenwerk Dithmarschen damals gefragt und organisieren seitdem mit einem großen Team von ehrenamtlichen Helferinnen jährlich diesen Markt als Bestandteil der Kampagne „Saubere Kleidung“.
Die Kampagne für Saubere Kleidung (auch Clean-Clothes-Kampagne oder Clean Clothes Campaign, CCC), die von vielen NGOs (non-governmental organizations) und Arbeitervereinigungen rund um die Welt getragen wird, setzt sich für die Rechte der Arbeiterinnen und eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen in der internationalen Bekleidungs- und Sportartikelindustrie ein. Hierzu informiert die CCC die Verbraucher und Verbraucherinnen, verhandelt mit Unternehmen, unterstützt Organisationen der Arbeiterinnen und führt öffentliche Kampagnen durch.

Die CCC ist ein Netzwerk, in dem über 300 Gewerkschaften und NGOs, Verbraucherorganisationen, kirchliche Gruppen, Eine-Welt-Läden, Recherche-Institutionen und Frauenrechtsorganisationen zusammenarbeiten. Es existiert eine enge Kooperation mit Partnerorganisationen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Auf 30 Tischen und an den von den Anbieterinnen mitgebrachten Kleiderständern fanden die Besucherinnen eine reiche Auswahl an gut erhaltener modischer Damenbekleidung. „Wir vermieten die Tische und verkaufen mitgebrachte und gespendete Kuchen und Kaffee. Der Erlös wird für die Kontaktpflege mit der Partnerinnenschaft ELKRAS (Ev. Luth. Kirche Russlands und angrenzender Staaten) in St. Petersburg und Kaliningrad verwandt“, erklärte Elisabeth Ostrowski, Referentin für Frauenarbeit im ERW in Breklum, die die Frauen aus dem Team in Heide unterstützt.
Text und Foto: Jochen Bufe