Heide – Es geht um eine der schillerndsten Figuren der Reformationszeit in Dithmarschen: Heinrich von Zütphen. Der niederländische Prediger wurde Ende November1524 nach Meldorf geholt und wenige Tage später von Dithmarscher Rotten gefoltert und in Heide hingerichtet. Am Freitag, 19. Mai, beleuchtet Frank Trende dieser Ereignisse mit einem Vortrag in der St.-Jürgen-Kirche in Heide.

Frank Trende, geboren 1963 in Marne, ist in Dithmarschen kein Unbekannter. Zuletzt erregte er schriftstellerisches Aufsehen durch sein Buch „Neuland! War das Zauberwort“, in dem er die Bedeutung des heutigen Dieksander-Koogs und der Neulandhalle für die nationalsozialistische Propaganda thematisiert. Aber Trendes Interesse und publizistisches Schaffen geht weit über den Nationalsozialismus und Dithmarschen hinaus: Er war viele Jahre Zweiter Vorsitzender des Vereins für Dithmarscher Landeskunde und Redaktionsleiter der Zeitschrift „Dithmarschen“. Er ist ein ausgewiesener Kenner der schleswig-holsteinischen Landeskunde und Autor zahlreicher Beiträge und Bücher.

In seinem Vortrag, der am 19. Mai um 19 Uhr in der St.-Jürgen-Kirche beginnt, schildert Frank Trende die Situation der Bauernrepublik Dithmarschen, beschreibt Heinrich von Zütphens Wirken und Sterben und wirft ein besonderes Schlaglicht auf die Wirkungsgeschichte Zütphens in der regionalen Überlieferung. Veranstalter sind das Dithmarscher Landesmuseum, die Dithmarscher Volkshochschule und der Kirchenkreis Dithmarschen. Sie organisieren im Rahmen des Reformationsjubiläums eine Reihe mit Vorträgen an verschiedenen Orten, die sich mit der Reformation in Dithmarschen beschäftigen.