Albersdorf – Die Synode des Kirchenkreises Dithmarschen hat Dr. Andreas Crystall erneut zum Propst gewählt. 60 von 70 anwesenden Synodalen stimmten für eine zehnjährige Verlängerung seiner Amtszeit, die turnusgemäß im kommenden Jahr geendet hätte. Der Kirchenkreisrat hatte der Synode die Wiederwahl des 54-Jährigen empfohlen.

Crystall hatte im Juni 2010 als erster gewählter Propst für ganz Dithmarschen seinen Dienst aufgenommen. Zu seinem Amt gehört insbesondere die geistliche Leitung im Kirchenkreis: Propst Crystall ist Seelsorger und Dienstherr für rund 50 Pastorinnen und Pastoren und mit ihnen verantwortlich für knapp 80.000 evangelische Christen im Kirchenkreis.

Andreas Crystall ist in Dithmarschen geboren, er ist verheiratet und hat drei Kinder. Zwölf Jahre lang war er Pastor einer ländlichen Kirchengemeinde in Angeln, hat gemeinsam mit anderen die Gemeindepfadfinderarbeit in der damaligen nordelbischen Landeskirche aufgebaut. Seine kirchengeschichtliche Promotion ist eine Biographie über den umstrittenen Dithmarscher Pastor, Erfolgs-Schriftsteller und NS-Ideologen Gustav Frenssen (1863-1945, Gütersloher Verlag). Crystall ist zugleich Vorsitzender des Kirchenkreisrates.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Bischof Gothart Magaard, der eigens aus Schleswig zur Synodentagung angereist war: „Der Kirchenkreis Dithmarschen hat mit Andreas Crystall einen erfahrenen, engagierten und in der Region fest verwurzelten Theologen als Propst, den ich sehr schätze. Ich freue mich daher sehr über seine Wiederwahl und wünsche ihm für seinen Dienst, dass es ihm auch künftig gelingt, bewährte Wege weiter zu beschreiten und zugleich Neues zu wagen. Gottes Segen stärke ihn in seinem Dienst!“ Sonja Keck, Präses der Kirchenkreissynode, freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Ein guter Tag für den Kirchenkreis Dithmarschen: Propst Dr. Crystall kann seine erfolgreiche Arbeit der vergangenen zehn Jahre fortsetzen!“

Mit Vorträgen von Prof. Dr. Uta Pohl-Patalong (Universität Kiel) und Oberkirchenrat Mathias Lenz (Landeskirchenamt der Nordkirche, Kiel) zur Zukunft des Ehrenamtes wird die Tagung derzeit fortgesetzt. Anschließend werden sich Arbeitsgruppen beispielsweise mit der Partnerschaft von Haupt- und Ehrenamtlichen, Fortbildungsmöglichkeiten und notwendigen Strukturveränderungen befassen. Die Tagung endet gegen 17 Uhr, nach einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern anderer großer Organisationen in Dithmarschen.