Zum letzten Mal in dieser Wahlperiode tagt morgen (25. November) die Synode des Kirchenkreises Dithmarschen. Ab 9 Uhr wird es für die 99 Mitglieder im Gemeindezentrum Meldorf (Klosterhof 19) um den Haushalt 2018, die Einrichtung eines Friedhofswerkes und den Zuschnitt der Kirchspiele gehen. Es ist die 27. Tagung der ablaufenden Wahlperiode, die aufgrund der Nordkirchen-Gründung mehr als acht statt der ursprünglich vorgesehenen sechs Jahre dauerte. Damit beendet die erste Kirchenkreis-Synode nach dem Zusammenschluss der ehemaligen Kirchenkreise Norder- und Süderdithmarschen im Jahr 2009 ihre Arbeit.

Haushalt, Friedhofswerk und Kirchspiele auf der Tagesordnung

Der Kirchenkreis geht bei den Haushaltsplanungen für das kommende Jahr von einem weiterhin steigenden Gesamtkirchensteueraufkommen aus. Insgesamt werden in Dithmarschen rund 10,8 Millionen Euro erwartet – davon profitieren auch die Gemeinden, die künftig eine höhere Grundzuweisung (32 statt 30 Euro) pro Gemeindeglied erhalten sollen. Neben dem Haushalt wird es morgen auch um die Gründung eines Evangelisch-Lutherischen Friedhofswerkes gehen. Insbesondere eine veränderte Bestattungskultur stellt die Träger der insgesamt 34 kirchlichen Friedhöfe in Dithmarschen vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Der Kirchenkreis möchte mit der Gründung eines Friedhofswerkes den Bestand der Dithmarscher Friedhöfe in kirchlicher Trägerschaft durch eine ökonomischere Bewirtschaftung (gemeinsamer Einsatz von Personal und Geräten) langfristig sichern. Die Kirchenkreis-Synode hatte im November 2016 einen entsprechenden Beschluss zum Aufbau eines gemeinsamen Werkes gefasst.

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Synode: Die im Jahr 2011 beschlossene Einrichtung der Kirchspiele. Die Synode hatte durch die Einrichtung der Kirchspiele eine stärkere gemeindeübergreifende Zusammenarbeit beschlossen – mit dem Ziel, Pfarrkollegien zu bilden, kooperative Modelle der Jugendarbeit zu ermöglichen und gemeinsamen Projekte der Gemeindearbeit und des Gemeindeaufbaus zu ermöglichen. Nach einer erneuten Überprüfung und einem breiten Beteiligungsverfahren mit zahlreichen Veranstaltungen in den Regionen wurde nun festgestellt, dass einige Nachbesserungen im Zuschnitt sinnvoll sein können. Sollte die Synode dem Vorschlag des Kirchenkreisrates folgen, würde die Zahl der Kirchspiele in Dithmarschen künftig auf sechs reduziert. Zugleich soll geprüft werden, ob die Kinder- und Jugendarbeit in den Kirchspielen ausgebaut werden kann. Auch die Einrichtung von hauptamtlicher Popularmusik wird in diesem Zusammenhang diskutiert.

Die bereits gewählte, neue Synode des Kirchenkreises wird am 24. Februar zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentreten – dann mit 77 Mitgliedern (bislang 99).

Dem Kirchenkreis Dithmarschen gehören rund 80.000 Gemeindeglieder in insgesamt 29 Kirchengemeinden an. Dies entspricht einem evangelischen Anteil an der Dithmarscher Gesamtbevölkerung von mehr als 60 Prozent.