Feuer und Flamme für die gute Sache

Meldorf – Im Kreis seiner Kollegen feierte kürzlich Gerhard Wiekhorst, Leiter des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Dithmarschen, sein 30jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlass sprach auch Pastor Andreas Hamann als Stellvertreter des amtierenden Propstes Peter Fenten und hielt eine Ansprache zu Ehren des Jubilars.

Wer für eine Sache brennt, müsse dabei immer auf der Hut sein, dabei nicht zu verbrennen – mit dieser Mahnung leitete Hamann seine Rede ein. Er griff er dabei auf die Begegnung der Jünger mit Jesus auf dem Weg nach Emmaus zurück – unmittelbar nach der Auferstehung. Hamann stellte die Frage in den Raum, ob es uns immer gelingt, zwischen beiden Extremen die Waage zu halten.

Ganz sicher „brennt“ Wiekhorst für die Suchtberatung, wo er seine beruflichen Wurzeln hat. 1980 begann er als Sozialarbeiter des Kirchenkreises zunächst in der Alkohol- und Drogenberatung, wurde dann Leiter der Beratungs- und ambulanten Behandlungsstelle für Suchtkranke. Zehn Jahre später wurde er stellvertretender Leiter des Diakonischen Werks und übernahm 1998 nach dem Tod von Peter Behrens die Leitung.

Die Grundlagen für diesen Berufsweg hatte Gerhard Wiekhorst 1979 mit dem Abschluss seines sozialwissenschaftlichen Studiums gelegt. Anfang der neunziger Jahre bildete er sich fort zum Sozialtherapeuten, zehn Jahre später im Sozialmanagement. Seit 2004 trägt er zudem den Titel Diplom-Diakoniewissenschaftler.

Auch seitab der Kernaufgabe engagiert sich Wiekhorst im sozialen Bereich, etwa als Vorsitzender des Vereins Werkstatt Arbeit, der seit Mitte der achtziger Jahre die strukturellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mit eigenen Maßnahmen bekämpft. Und er ist Geschäftsführer der Hoelp gGmbH, die Sozialkaufhäuser und Tafeln betreibt, Hartz IV-Empfänger qualifiziert und in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt.

In einer launigen Rede ging Rolf Schulz, Leiter der Sozialberatung des Diakonischen Werks, auch auf die Fußballleidenschaft des Jubilars ein – Gerhard Wiekhorst als Fan des Hamburger SV. Unberührt vom Auf und Ab in den Fußballer-Tabellen sei Wiekhorst beruflich immer weiter aufgestiegen – bis in die jetzige Position an der Spitze.

Text und Bild: Birger Bahlo