Hochseeinsel im Posaunenglanz

p5166308klein„Die hört man ja auf der ganzen Insel!“ staunte am Sonnabend eine Bewohnerin der Insel Helgoland. Sie hatte die etwa 200 Bläserinnen und Bläser der Nordelbischen Posaunenmission schon auf dem Oberland gehört. Die Posaunenchöre waren für diesen Tag auf der Insel Helgoland verabredet. An der Helgoländer Landungsbrücke gaben sie ein großes Konzert. Posaunenobmann Propst Kurt Puls begrüßte die Bläserinnen und Bläser. „Posaunenchöre machen Mission“, sagte er und wies so auf den Auftrag der Bläserarbeit hin. Posaunenwart Daniel Rau leitete das Konzert und Kollege Werner Petersen freute sich über die hohe Qualität der Arbeit in den Bezirken der Posaunenmission.
Während des Konzerts wurde auch des kürzlich verstorbenen Helgoländer Inselkantors und Gesangbuchdichters Martin Kirchner gedacht. Martin Kirchner hat über zwei Jahrzehnte das Kulturleben auf Helgoland mit gestaltet. Sein Lied „Asante sana Yesu“ fand in das Nordelbische Gesangbuch Eingang. Dessen beschwingte Melodie klang bis weit über das Helgoländer Oberland und über die einstige Wirkungsstätte des Inselkantors. Beim Satz „Bei dir Jesus nur will ich bleiben“ wischte sich manches Gemeindeglied eine Träne aus dem Auge. Der Kantor wird am Mittwoch auf dem Inselfriedhof 20. Mai beigesetzt.
„Gestern war noch Regen und Sturm, heute ist Sonne pur. Dieser wunderbare Sonnentag erinnert an Jesus Christus: Der sagt, ich bin das Licht der Welt!“ rief Propst Henning Kiene zum Abschied. Er empfahl, dass man sich dieses Licht, auch wenn man nun abreisen müsse, Erinnerung einprägen solle. Es sei immer ein Hinweis auf den Kern des christlichen Glauben, auf Jesus Christus. Mit einem Dank für den Besuch aus Nordelbien und dem Reisesegen, schickte der Propst die 200 Posaunenmissionarinnen und -Missionare wieder auf die Reise. „Die sollen gerne wiederkommen“, meinte die Helgoländerin zum Abschied.