Mit Elan in die Jugendarbeit

jugendarbeitkoenitz_290kleinMeldorf (rd) Als einen „Reichtum unserer Kirche“ hat Propst Henning Kiene die Vielfalt der Jugendarbeit in Dithmarschen bezeichnet. Pfadfinder, Ten Sing Gruppen, Jugendchöre, Mädchen- und Jungentreffs nannte er als Beispiele. Für die Zukunft soll nun noch viel mehr in Gang gesetzt werden, wie aus dem Jugendkonzept hervorgeht, das im Rahmen der Fusion von den früheren Jugendausschüssen beraten und von einer gemeinsamen Synode verabschiedet worden war. Pastor Peter Fenten stellte den Synodalen den Sachstand vor.
Gespannt waren alle auf Oliver Könitz (36). Er soll die Jugendarbeit auf Kirchenkreisebene koordinieren. Nach zehnjähriger Tätigkeit im Kirchenkreis Paderborn/Westfalen wechselt der Jugendreferent und Diakon nach Dithmarschen. Er machte deutlich, dass er nach den üblichen Antrittsbesuchen sich eng bei der Verwaltung und dem Jugendhilfeausschuss des Kreistages „andocken“ möchte. Inhaltlich denkt er an Projekte zum Thema Kinderarmut Peter Fenten beschrieb das Procedere, das jetzt in Gang kommt. Die Kirchengemeinden sollten lose Regionen bilden, Jugendprojekte entwickeln und diese dem Kirchenkreis melden. Der Jugendausschuss, in den die neue Synode die Pastorinnen Sandra Ruge (39) aus Lunden und Silke Bünz (25) aus Wöhrden wählten, wird sich bereits am Dienstag (23.) mit den Vorschlägen befassen. So soll unter anderem die Arbeit der Jungschar und Pfadfinder gestärkt werden. Offene Jugendarbeit wird ausgebaut und die Ausbildung ehrenamtlicher Betreuer soll ein Schwerpunkt werden. Bei allen Aufgaben soll Oliver Könitz als Leiter des Jugendwerks von neuen hauptamtlichen Kräften in den Regionen unterstützt werden.
Peter Fenten machte deutlich, nach welchen Grundsätzen nun die Projekte beurteilt werden: Vorrang von Voll- vor Teilzeitstellen, Qualität soll höher rangieren als die Zahl der befriedigten Bedarfe. Jeder soll Zeit auf Kirchenkreisebene einbringen, etwa für Freizeiten oder die Ausbildung von Ehrenamtlichen. Fenten: „So bald wie möglich werden wir mit der Ausschreibung und Besetzung der Stellen beginnen.“ Das werde mit Hilfe von Oliver Könitz voraussichtlich noch in der Sommerpause anlaufen.
Könitz hat den Norden bereits als Zehn- bis 16-Jähriger kennen gelernt, als er auf der ostfriesischen Insel Baltrum lebte, wo sein Vater Pfarrer war. Er selbst studierte Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Bochum, bevor er berufsbegleitend seine Ausbildung zum Diakon anschloss. Beim Umzug von Haaren (Kreis Paderborn) nach Dithmarschen werden Ehefrau Sandra und die anderthalbjährige Tochter Kitty dabei sein.
Text und Foto: Birger Bahlo