Mit Freude an Gremienarbeit

Meldorf – Sie macht nicht viel Aufhebens um ihre Qualifikationen, die Merle Fromberg. Seit sie aber in die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt wurde und seit dem vergangenen Jahr Kirchenleitungsmitglied der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) ist, richten sich viele Augen und manche Hoffnungen auf die 46-jährige Dithmarscherin.

Merle Fromberg ist in Meldorf verwurzelt. Sie ging hier zur Schule und hat in Paris und Hamburg studiert. Ihr Französischdiplom hat sie mit Auszeichnung bestanden, Amerikanistik, Germanistik und Völkerkunde brachten ihr den „Magister Artium“ ein. Sie ist ausgebildete Stadtführerin für Meldorf, Ausbilderin des Deutschen Tourismusverbandes im Bereich Klassifizierungen und ist im Tourismusverein Heide für die Schwerpunkte Qualitätsmanagement und Marketing zuständig.
„Die Arbeit für unsere Kirche ist eine große Bereicherung für mich, und ich freue mich immer wieder, mich in vielen Bereichen einbringen zu können“, sagt sie – und das tut sie, seit sie denken kann. Angefangen hat das alles im Kinderchor. Seit 19 Jahren ist sie Kirchenvorsteherin in Meldorf, engagiert sich im Weltladen und in der Partnerschaftsarbeit des Kirchenkreises. In der Kirchenkreissynode hat jetzt ihre dritte Legislaturperiode begonnen. Seit sechs Jahren ist sie VELKD-Mitglied und Mitglied der Nordelbischen Kirchenleitung. Gremienarbeit macht ihr einfach Spaß. „Die vielen Sitzungen zum Thema Nordkirche waren bereichernd und gewinnbringend“, sagt sie und betont, dass sie von der Idee einer gemeinsamen Landeskirche absolut überzeugt ist. Sie versteht sich als Verbindungsglied zwischen Kirchenleitung und Gemeindebasis und freut sich, wenn sie zum gegenseitigen Verständnis beitragen kann.

„Ich bin evangelisch, weil ich mir eine Gesellschaft ohne unsere evangelische Kirche und ihre engagierten Menschen nicht vorstellen mag“, sagt sie. Der Glaube und die Kirche seien ihr wichtig, darum engagiere sie sich gerne. Wie die dreifache Mutter Job, Familie und Kirche unter einen Hut bringt? „Das schaffe ich, weil es mir ganz viel Freude macht“, sagt sie. „Man bekommt auch Kraft zurück, weil das eine ganz, ganz sinnvolle Arbeit ist.“

Text und Bild: Inke Raabe