Heide – Große Freude im Kirchenkreis Dithmarschen und der Kirchengemeinde Heide: Das Projekt „Neue Mitte Dithmarschen“ wird mit 2.169.432 Euro aus ELER-Mitteln der Europäischen Union gefördert. Das Kieler Kabinett hat dem Antrag der Kirchengemeinde heute (5. Juni) zugestimmt. Mit ELER-Mitteln werden lokale Basisdienstleistungen im Bereich Bildung und Nahversorgung gefördert, genauso wie der ländliche Tourismus, die Modernisierung ländlicher Wege und der Erhalt kulturellen Erbes. Das Projekt „Neue Mitte Dithmarschen“ sieht die Erweiterung und Profilierung der Nutzung der Heider St. Jürgen-Kirche und des Alten Pastorats vor. Vorgesehen sind neue Funktionalitäten als kulturelles Zentrum der Dithmarscher Kreisstadt, um die Kirche als modernen Veranstaltungsort zu etablieren.

Geplant ist ein multifunktionales Raumkonzept mit mobilem Raumteiler und neu geschaffenen Sanitärräumen, Technik- und Lagerräumen, das auch neuen Anbietern wie beispielsweise Sinfonieorchestern einen attraktiven Veranstaltungsort in der Kreisstadt bietet. Dabei ist eine größtmögliche barrierefreie Nutzung der St. Jürgen-Kirche vorgesehen, außerdem eine ressourcenschonende energetische Bewirtschaftung. Aufgrund der neu gewonnenen Funktionalität werden in der St. Jürgen-Kirche mehr Sitzplätze angeboten werden können. Sie wird künftig gleichermaßen sakrales Gebäude und kulturelles Zentrum der Kreisstadt sein können.

Das Alte Pastorat soll im Rahmen der Gesamtmaßnahme ebenfalls modernisiert, barrierefrei umgebaut und energetisch saniert werden. Gemeinsam bilden die St. Jürgen-Kirche und das historische Alte Pastorat als Ensemble die „Neue Mitte Dithmarschen“. Das Konzept dient der Bewahrung des einzigartigen Ensembles aus St. Jürgen-Kirche und dem Doppelpastorat direkt am größten Marktplatz Deutschlands, der Fortentwicklung des Kirchenraumes als dem Kern landesgeschichtlichen und kulturellen Erbes und der Vernetzung mit dem öffentlichen Raum. Das Gesamtvolumen „Neue Mitte Dithmarschen“ liegt bei rund vier Millionen Euro. Der Kirchenkreis hat für seinen Anteil bereits Rücklagen gebildet. Die ersten Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Pastor Dennis Pistol, Vorsitzender des Heider Kirchengemeinderates, begrüßt die Entscheidung der Kieler Landesregierung: „An den Vorbereitungen für dieses Projekt haben viele Menschen sehr lange und intensiv gearbeitet. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es nun realisiert werden kann.  Wir sichern damit ein wichtiges Erbe unserer Region und sind als Kirche zugleich mittendrin im kulturellen Leben der Stadt und unseres Landkreises.“

Propst Dr. Andreas Crystall ergänzt: „Die zentrale St. Jürgen-Kirche aus dem Jahr 1560 und das Alte Pastorat von 1739 sind kulturgeschichtliche Kernstücke und Ursprung der Stadt Heide. Wir sind sehr froh, dass dieses historische Ensemble nun in der Substanz gesichert und zugleich mit einem zukunftsweisenden Konzept vielseitig neu genutzt werden kann. Dieses innovative Projekt kann dank der gemeinsamen finanziellen Anstrengung von Land und EU, Kirchengemeinde und Kirchenkreis in die Gestaltungsphase kommen; es wird Kirche und Stadt einen guten kulturellen Mehrwert sichern. Ich danke den Zuschussgebern und Unterstützern sehr herzlich.“