Hennstedt – Für Thomas Rust ist es, als käme er nach Hause: Nach 16 Jahren als Pastor in Glücksburg wird er am kommenden Sonntag (8. September) von Propst Dr. Andreas Crystall in sein neues Amt in Hennstedt eingeführt. Der Gottesdienst in der Hennstedter St. Secundus-Kirche beginnt um 18.30 Uhr, im Anschluss lädt die Kirchengemeinde zu einem Empfang ein.

Damit schließt sich für den 62-Jährigen ein Kreis: Er begann nach Studium und Vikariat als Pastor in Marne und Lunden und wohnt nun mit seiner Frau – gemeinsam haben sie fünf Kinder – wieder seit ein paar Tagen in Lunden. „Es ist mir alles sehr vertraut und wirkt, als seien wir nie weg gewesen“, berichtet Thomas Rust. Viele grüßen ihn, kennen ihn von früher. Nachbarn, die er vor vielen Jahren getraut hat, ehemalige Konfirmanden, Freunde und Familie. „Das ist etwas, das ich sehr mag“, sagt Thomas Rust, der sich auch gern an seine Zeit in Marne zurückerinnert. Man kennt sich. Zu den vertrauten Wurzeln zurückzukehren, hier gleichwohl neue Spuren zu hinterlassen, das reizt ihn.

Auch wenn es zunächst familiäre Gründe waren, die die Familie zurück nach Dithmarschen zogen: Thomas Rusts Schwiegereltern leben in Lunden, „und wir möchten hier gern später unseren Lebensabend verbringen“. So fügte es sich, dass der Kirchenkreis Dithmarschen seine vorsichtige Anfrage nach einem Wechsel hierher schnell bejahte, man sich schnell einig wurde. Und seine Frau Beate, Diakonin und Erzieherin, sogar ebenso kurzfristig eine neue Aufgabe im städtischen Kindergarten in Tönning fand.

16 Jahre als Pastor in Glücksburg – in dieser Zeit hat Thomas Rust viel bewegt. Ist mit der Gemeinde nach Israel, Jordanien, Litauen oder Estland gereist. Hat mit den Konfirmanden Radtouren durch Norddeutschland oder Schiffstouren in Holland unternommen, eine Jugendgruppe für Musik- und Theatervorstellungen begleitet und vieles mehr.

So freut er sich darauf, mit all diesen Erfahrungen im Rücken auch in Hennstedt für seine neue Gemeinde da zu sein. „Ich bin gespannt, wie sich das Gemeindeleben hier darstellt, wo wir etwas bewegen können, wie die Erwartungen der Menschen sind“, sagt er. Auch wenn vieles sicher neu sein wird für ihn – Dithmarschen ist schon jetzt sein altes, neues Zuhause.