St. Michaelisdonn/Wesseln – Für das Pastoren-Ehepaar Bettina (29) und Felipe Axt (36) wird Dithmarschen immer etwas Besonderes bleiben: Hier haben sie ihre ersten Pfarrstellen angetreten, hier haben sie sich kennen- und lieben gelernt. Ende Mai verlassen sie den Kirchenkreis gemeinsam, um künftig in Ostholstein zu wirken.

Die 29-Jährige Pastorin, bislang im Pfarrbezirk Wesseln der Kirchengemeinde Weddingstedt sowie in Heide tätig, hat sich erfolgreich auf eine Stelle in Burg auf Fehmarn beworben. Neben der üblichen Gemeindearbeit wird sie sich dort dem Thema „Kirche und Tourismus“ widmen. Für Bettina Axt ein bekanntes Terrain: Sie hat schon zu Studienzeiten auf Fehmarn Urlaube verbracht und in den Semesterferien gearbeitet. Felipe Axt begleitet sie und wird ebenfalls als Pastor im Kirchenkreis Ostholstein tätig sein. Auch wenn sein genaues Stellenprofil bislang noch nicht feststeht, wollte er eine räumliche Trennung mit einer solchen Entfernung auf jeden Fall vermeiden. „Wir wohnen jetzt an zwei Orten und freuen uns auf einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt.“ Und schließlich ist die Veränderung für ihn auch eine Rückkehr: Ostholstein ist seine Heimat – Felipe Axt ist in Neustadt geboren. Die Vakanzen in St. Michaelisdonn und Wesseln/Heide sollen möglichst kurz gehalten werden. Propst Dr. Andreas Crystall: „Wir bemühen uns sehr um eine rasche Wiederbesetzung der beiden Stellen.“

Der 36-Jährige Felipe Axt kam vor sechs Jahren nach seinem Vikariat in Kiel nach St. Michaelisdonn, um seine erste Pfarrstelle anzutreten. „Ein Sprung ins kalte Wasser“ sei das gewesen, erzählt er, allerdings mit positiven Überraschungen. So seien die Dithmarscher keineswegs so verschlossen, wie ihnen mitunter nachgesagt wird. „Ich habe hier in den sechs Jahren viele freundliche und offene Menschen kennengelernt“, sagt Felipe Axt, der auch außerhalb des Gemeindelebens schnell zum Dorf gehörte, sei es im Tennisverein oder dem Traditions-Kegelklub „Klick Klick“.

Ein knappes Jahr lang war er Pastor in St. Michaelisdonn, als es die Vikarin Bettina Fritsch aus Franken in den Nachbarort Eddelak zog. Mit dem Ende ihrer Ausbildung wechselte sie die Gemeinde, war fortan als Pastorin in Wesseln und Heide tätig. „Feine Menschen“ habe sie dort kennengelernt, sagt sie, „die im hohen Maße Verantwortung für ihre Gemeinde übernommen haben.“

Im vergangenen Jahr haben sie geheiratet, gemeinsam werden sie Dithmarschen nun verlassen. Felipe Axt wird in St. Michaelisdonn am 26. Mai (17 Uhr) in einem Gottesdienst verabschiedet, Bettina Axt einen Tag später in Wesseln (27. Mai, 14 Uhr). Was nehmen die beiden mit aus Dithmarschen nach Ostholstein? „Uns!“, sagt Felipe Axt. Und die Gewissheit, „dass Kirchengemeinde ein lebendiger Ort ist, in dem Gemeinschaft gelebt wird.“