Pilgernde beim Heiligen Kreuz

Windbergen– Das gab’s seit 480 Jahren nicht: Nach achtstündiger Wanderung erreichte eine Pilgergruppe die historische Kirche zum Heiligen Kreuz in Windbergen. Sie waren am Morgen in Albersdorf gestartet und wurden gegen Abend von Kirchenvorstandsmitgliedern an der Gemarkungsgrenze zu Windbergen begrüßt und zur Kirche geführt.

Im Mittelalter war eine solche Pilgerbewegung ein vertrautes Bild. Seit ein Bauer beim Pflügen ein romanisches Bronzekreuz im Acker gefunden hatte und die Windbergener den Bau einer Kirche an ebenjener Stelle durchsetzten, hatte sich der Ort zu einem Wallfahrtsort entwickelt. Von nah und fern kamen die Menschen, um vor dem Kruzifix anzubeten und ihren Frieden zu finden. Erst mit Beginn der Reformation verlor die Kirche ihre Anziehungskraft.

Die 21 Pilger erreichten die Kirche zum Heiligen Kreuz nach 22 Kilometern Wanderschaft auf historischen Wegen. Pastor Dietrich Stein führte die Gruppe in die Kirche und feierte mit ihnen eine Andacht zur geistlichen Stärkung. Ein reich gedeckter Tisch sorgte dann im Gemeindehaus für’s leibliche Wohl. Der Dank der Teilnehmer ging an Wolfgang Mohr und seine Frau Anka, die diesen Tag organisiert und geleitet hatten.

Text und Bild: Jan Rambke