„We need him crucified – it‘s all you have to do“ – „Wir müssen ihn gekreuzigt haben, mehr verlangen wir nicht von dir!“ So argumentiert der Hohepriester Caiaphas gegenüber Pilatus, der nicht sofort eine Hinrichtung Jesu befehlen will. Das steht so nicht in der Bibel, aber Tim Rice hat diesen Text für die Rock-Oper „Jesus Christ Superstar“ formuliert. Im Oktober 1970 erschien die Langspielplatte (LP). Es ist eine poppig-rockige Sicht auf die Passion Jesu. Eine musikalische Inszenierung, die sich von den Passionswerken der Barock grundlegend unterscheidet. Während sich die klassische Passion am Bibeltext hält, sind in der modernen Interpretation Texte frei formuliert und auch die Jünger und Jüngerinnen kommen mehr zu Wort, besonders Judas und Maria Magdalena.

Eine der Melodien, die Andrew Lloyd Webber komponiert hat, ist in die aktuelle Ausgabe des katholischen Gesangbuchs „Gotteslob“ aufgenommen worden. In der Rock Oper singen die Apostel diese Melodie während des Abendmahls. In Kooperation mit dem Kino Meldorf zeigt die Kirchengemeinde Meldorf den Film zur Rock-Oper, der bald danach entstand.  Es ist in diesem Jahr wohl die einzige Kino-Aufführung in der Passionszeit in Deutschland. Montag, 8. April, 20 Uhr im Kino Meldorf (Süderstraße 14). Karten (sechs Euro) gibt es an der Kinokasse.