Dithmarschen – Ein feucht-fröhliches Fest am Nordkirchenschiff feierten Dithmarscher Christinnen und Christen auf der Büsumer Hafeninsel. Feucht gabs reichlich von oben, fröhlich gabs reichlich vom Herzen. Kurzerhand wurde das Bühnenprogramm in das Festzelt verlegt, ein interessantes Talkprogramm fesselte immer wieder die Aufmerksamkeit, dazwischen tolle Musik und sogar Tanz: Das Kurzentrum Gode Tied hatte Zumba organisiert, und das war ein großer Spaß für Gäste und Aktive.

Die Lutherrose war dabei ein prägendes Motiv: Die Krankenhausseelsorge hatte einen Kuchen mit dem lutherischen Siegelwappen gebacken, die Idee des Rosenfrühstücks wurde von vielen kreativ umgesetzt. So hatte zum Beispiel das Team vom Tourismus-Marketing Büsum eine Tischdecke mit dem Motiv gedruckt. Die Büsumer Kindergärten boten an, eine Button-Vorlage auszumalen, Herbert Sölter an der Gutenbergpresse hatte das Bild im Angebot und druckte es auf Wunsch auf Papier oder Leinentüten.

Das schlechte Wetter machte insbesondere die Arbeit an den Ständen mühsam. Viele hatten extra die Kinder in den Blick genommen und boten Spiel und Basteln an – aber erst am Nachmittag füllte sich der Platz auch mit jungen Menschen.

Das Zelt, das von der Kutterregatta übernommen werden konnte, erwies sich als purer Segen. Schnell stellte Michael Holz eine kleine Anlage bereit, so dass das für die große Bühne geplante Programm unter Dach stattfinden konnte. Frank Zabel moderierte mit gewohnter Coolness, Reformationsbeauftragte Inken Wöhlbrand hatte allezeit freundlich und fröhlich die Fäden in der Hand, während draußen Volkmar Schadwinkel als Marktmeister fungierte und für alle kleinen und großen Probleme eine Lösung wusste. Das Team der Urlauberseelsorge um Diakonin Angelika Michelly hatte jederzeit die Kleinen im Blick und bot Kinderschminken und Geschichten an. Gunnar Sundebo organisierte das musikalische Programm flexibel und holte zum Beispiel die wunderbare Band Green Glow ein zweites Mal auf die Bühne, weil ihr erster Auftritt schlicht im Regen untergegangen war. Die Gute-Nacht-Geschichte der Urlauberseelsorge fand ebenfalls im Zelt statt, und Bischof Gothart Magaard war sich nicht zu schade, die Fingergeschichte der Familie Maus begeistert mitzuspielen.

Am Hauptstrand sang am Abend der Pahlener Gospelchor und verzauberte Einheimische und Gäste mit seinem Charisma. Dass ganz zuletzt der Himmel noch einmal aufriss und einen wunderschönen Sonnenuntergang bot, war wie ein göttliches Siegel: Gut gemacht, kleines Dithmarschen. Groß ist, wer Krisen meistert.

Bilder vom Fest gibt es hier:
Das Nordkirchenschiff in Büsum

Am nächsten Tag stach das Nordkirchenschiff mit vielen Dithmarscher Gästen in See. Nächste Station: Glückstadt.
Fahrt mit dem Nordkirchenschiff