Heide – Der Werdegang von Holger Möller mag auf den ersten Blick ungewöhnlich anmuten, doch für den 52jährigen ist es der Weg vom Beruf zur Berufung: Als Dachdecker ins Berufsleben gestartet, arbeitet der gebürtige Dörplinger nun seit mittlerweile 20 Jahren als Erzieher und Diakon für den Kommunal-Diakonischen Wohnungsverband (KDWV) und betreut die Mieter in der Wohnanlage in der Apenrader Straße in Heide. Hier soll vor allem Einzelpersonen und Familien eine Bleibe ermöglicht werden, die sie auf dem normalen Wohnungsmarkt sonst nicht finden würden. Zum Konzept gehört auch, allgemeine soziale Beratung und Einzelfallhilfe zu leisten, Nachbarschaftskonflikte zu moderieren, Angebote für Kinder und Jugendliche zu machen und den Bewohnern seelsorgerisch zur Seite zu stehen.

Um all diese Belange kümmert sich Holger Möller, die „gute Seele der Einrichtung“, wie die stellvertretende Pröpstin Astrid Buchin im Rahmen einer Feierstunde sagte. Dass es dort so gut laufe, liege vor allem an Holger Möller. Heides Bürgermeister Ulf Stecher ergänzte für die Stadt: „Die Arbeit von Holger Möller ist still, aber sehr wirkungsvoll.“

Holger Möller selbst nahm die Glückwünsche dankbar und bescheiden entgegen. „Ich habe erst in Heide Dachdecker gelernt, in diesem Beruf gearbeitet und dann meinen Wehrdienst absolviert. Durch ein Vorpraktikum in der Kirchengemeinde Nordhastedt habe ich erste Einblicke in die pädagogische und erzieherische Arbeit bekommen und mich entschieden, einen anderen Berufsweg einzuschlagen. Darüber bin ich heute sehr froh, denn die Arbeit in der Wohnanlage in der Apenrader Straße ist für mich viel mehr, nämlich Berufung.“


Im Bild von links: Rolf Schulz (Diakonisches Werk Dithmarschen), Anke Rosenkranz (Geschäftsführerin KDWV), Bürgermeister Ulf Stecher (Verbandsvorsteher), Diakon Holger Möller, stellvertretende Pröpstin Astrid Buchin, Jörg Schöpel (Geschäftsführer Diakonisches Werk Dithmarschen), Vivienne Meves (Sozialpädagogin KDWV) und Dörte Springer (Ordnungsbehörde KDWV).