Meldorf – Die im vergangenen Jahr gewählte Synode des Kirchenkreises Dithmarschen hat heute (24. Februar) auf ihrer konstituierenden Sitzung in Meldorf wichtige Personalentscheidung getroffen: Die 71 anwesenden Mitglieder haben ihr Präsidium, den Kirchenkreisrat und den Finanzausschuss gewählt. Präses der neuen Kirchenkreissynode ist Sonja Keck (65) aus Heide. Sie lebt seit 1997 in Dithmarschen, engagiert sich seit vielen Jahren für ihre Kirchengemeinde in Heide und gehörte bereits der „alten“ Synode als Vizepräses an. Stellvertreter sind Volkmar Schadwinkel (65) aus Büsum und Pastor Hans-Ulrich Seelemann (35) aus Burg. Die Wahlperiode der Kirchenkreissynode läuft über sechs Jahre.

In den Kirchenkreisrat wurden gewählt: Birte Jark-Evers (Meldorf), Sabine Vogt-Hillmer (Heide), Telse Vogt (Brunsbüttel), Sven Brandt (Nordhastedt), Henning Harders (Albersdorf), Gesine Hanssen (Wesselburen) und Pastorin Katja Hose (Marne). Propst Dr. Andreas Crystall und seine Stellvertreterin Astrid Buchin gehören dem Leitungsgremium von Amts wegen an. In seiner ersten Sitzung im Anschluss an die Synodentagung wählte der Kirchenkreisrat Propst Dr. Crystall zu seinem Vorsitzenden. Zum Stellvertreter wurde Sven Brandt gewählt.

Der Kirchenkreisrat hat die Aufsicht über die Kirchengemeinden und führt die Geschäfte. Er setzt Synodenbeschlüsse um und bereitet Entscheidungen der Synode vor.

Im Finanzausschuss arbeiten künftig Dagmar Delventhal (Brunsbüttel), Pastor Michael Hartmut (Hemmingstedt), Martin Herr (Meldorf), Pastorin Luise Jarck-Albers (Heide), Hartmut Meier (Tellingstedt), Olaf von Possel (Burg) und Rudolf Thode (Windbergen).

Vor den Wahlgängen hatte Dithmarschens Propst Dr. Andreas Crystall die Synodalen über die künftigen Herausforderungen für den Kirchenkreis informiert. Einerseits benötigten einige Aufgabenbereiche weitere professionelle Strukturen, andererseits müsse die „so wertvolle ehrenamtliche Lebensart“ weiterentwickelt und gepflegt werden, so der Propst. „Die kurzen Wege und die Vielfalt unserer Gemeinden sind wertvoll. Unterschiedlichkeiten zuzulassen, ohne die Solidarität der anderen überzustrapazieren, geht nur im gegenseitigen Wahrnehmen und Hören. Crystall wies auf die bevorstehende Pensionierungswelle bei Pastorinnen und Pastoren hin und auf die Notwendigkeit, „den Kirchenkreis attraktiv zu machen für junge Pastorinnen und Pastoren“. Herausforderungen seien zudem die Weiterentwicklung der gemeinsamen Jugendarbeit, der Bewirtschaftung der Friedhöfe und eine vorausschauende Gebäudeplanung.

Die Synode ist die Vertretung der Gesamtheit der Kirchengemeinden sowie der Dienste und Werke innerhalb des Kirchenkreises. Sie berät und beschließt im Rahmen des Kirchenrechtes über die Angelegenheiten des Kirchenkreises, beispielsweise über den Haushalt. Sie besteht, wie andere kirchliche Gremien auch, mehrheitlich aus so genannten Laien.  Die Kirchengemeinderäte hatten die Mitglieder im Oktober vergangenen Jahres gewählt. Insgesamt 77 Frauen und Männer gehören dem Kirchenparlament an – 70 von ihnen gewählt: 42 Ehrenamtliche, 14 Pastorinnen und Pastoren, sieben Mitarbeitende sowie sieben Vertreter der Dienste und Werke. Weitere sieben Mitglieder wurden vom „alten“ Kirchenkreisrat berufen. Etwa die Hälfte der 77 Frauen und Männer sind neu in der Kirchenkreissynode.

Die nächste Tagung der Kirchenkreissynode findet am 2. Juni 2018 statt.