Heide – Im Rahmen der Ökumenischen Friedens-Dekade zeigen die Kirchengemeinde Heide, das Evangelische Frauenwerk des Kirchenkreises Dithmarschen und die Ökumenische Arbeitsstelle des Kirchenkreises Dithmarschen sowie der FilmClub Heide am Sonntag, 11. November, das Dokudrama „True Warriors“ – die bewegende Geschichte einer Künstlergruppe aus Kabul, die nach einem Anschlag auf ihr Theater zunächst vor Angst wie gelähmt ist und dann entscheidet, sich mit aller Kraft ihrer Ohnmacht entgegenzustellen. Nach dem Gottesdienst (10 Uhr) in der Heider St. Jürgen-Kirche unter Mitwirkung der Filmemacher wird der Film „True Warriors“ ab 11.30 Uhr im Kino „Lichtblick“ laufen – anschließend ist ein Filmgespräch vorgesehen. Seit 1980 feiern deutsche Kirchen und christliche Organisationen in den zehn Tagen vor Buß- und Bettag die Ökumenische Friedens-Dekade mit lokalen Veranstaltungen, die sich an einem bundesweit einheitlichen Thema orientieren. In diesem Jahr lautet das Motto „Krieg 3.0“.

„Am 11. Dezember 2014 kam es in Kabul während einer Theatervorführung zu einem Selbstmordanschlag. Manche Zuschauer klatschen – sie halten die Explosion für eine besonders realistische Inszenierung. Erst als Panik ausbricht, verstehen sie, was passiert ist“, erläutert FilmClub-Vorsitzender Andreas Guballa. Die Hamburger Filmemacher Ronja von Wurmb-Seibel und ihr Partner Niklas Schenck, die 2013 und 2014 in Kabul gelebt haben, verarbeiten in ihrer Dokumentation dieses Ereignis mit den Betroffenen. Sie erzählen authentisch und hautnah über die Vorfälle. „Der Zuschauer wird in 90 Minuten berührt, bewegt, zum Nachdenken gebracht, ohne sich den Eindrücken entziehen zu können“, verspricht Guballa.

„Ronja und Niklas haben mit ‚True Warriors‘ ein Meisterwerk des Brückenbaus und der Abbildung der afghanischen Realität geschaffen“, ergänzt Pastorin Luise Jarck-Albers, die den Kontakt zu den Filmmachern hergestellt hat und beide am 11. November im Sonntagsgottesdienst um 10 Uhr einbeziehen wird, bevor der Film um 11.30 Uhr in Anwesenheit der Regisseure im Kino Lichtblick läuft. „Die Friedens-Dekade 2018 regt dazu an, Aufrüstung zu hinterfragen und die potenziellen Gefahren eines dritten Weltkriegs deutlich beim Namen zu nennen, zu denen eine weisheitsferne Politik führen kann. Das Motto ‚Krieg 3.0′ warnt vor der Eskalation von Konflikten – daher passt die Dokumentation wunderbar zum diesjährigen Thema.“ „’True Warriors‘ zeigt uns, dass wir dem Terror mehr entgegensetzen müssen als Hass und Angst“, so Angela Ewers, Referentin im Frauenwerk Dithmarschen. „Kunst hat die Kraft, Leben zu retten, trotz allem – das ist die berührende Botschaft des Films.“

Der Gottesdienst zum Auftakt der diesjährigen Friedens-Dekade am 11. November beginnt um 10 Uhr in der St. Jürgen Kirche Heide unter Mitwirkung der Filmemacher Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck. Der Film „True Warriors“ läuft in Anwesenheit der Regisseure um 11.30 Uhr im Kino Lichtblick mit anschließendem Filmgespräch. Karten unter Tel. 0481 686811.

 

Im Bild (von links): Angela Ewers, Andreas Guballa und Luise Jarck-Albers.