MELDORF. Das ruhelose Missionarsleben des evangelischen Predigers Heinrich von Zütphen, der Ende 1524 in Heide hin-gerichtet wurde, steht im Zentrum der Sonderausstellung „Glaube, Macht, Selbstjustiz – Dithmarschen und die Refor-mation“ (bis 19. November 2017). Dazu lädt das Dithmar-scher Landesmuseum zum Vortrag „Heinrich von Zütphen und die Anfänge der Reformation in Bremen“ von Dr. Jan van de Kamp, Universität Bremen, am Donnerstag, 7. Sep-tember 2017, ein. Die Veranstaltung startet um 19 Uhr im alten Kinosaal des Dithmarscher Landesmuseums, Bütjestraße 2-4, in Meldorf. Der Eintritt beträgt fünf Euro.

Dr. Jan van de Kamp blickt in seinem Vortrag auf Zütphens Jahr in Bremen, seiner letzten Station vor seiner Reise nach Dithmarschen. Aus der Bremer Zeit sind viele von Zütphens Predigten überliefert, die den Einfluss des Reformators auf die Bremerinnen und Bremer widerspiegeln. Anhand der Quelle des „Denkbuches“ des Bremer Bürgermeisters Daniel von Bü-ren der Ältere von 1490 bis 1520 rekonstruiert von de Kamp den Übergang vom alten zum neuen Glauben in Bremen. Der Referent arbeitet am Institut für Religionswissenschaft und Re-ligionspädagogik der Universität Bremen. Sein Fachgebiet ist „Geschichte und Theologien des Christentums“. Ein For-schungsprojekt von Dr. van de Kamp thematisiert den „Vor-abend und Auftakt der Reformation in Bremen (1490 bis 1525)“.

Interessierte können sich für den Vortrag unter der Telefon-nummer 04832 – 60006-0 sowie per E-Mail: kontakt@museum-dithmarschen.de anmelden.

Der Ausstellungskatalog mit Beiträgen von verschiedenen Au-torinnen und Autoren ist für zehn Euro im Landesmuseum er-hältlich.

Weitere Informationen unter: www.landesmuseum-dithmarschen.de.