„Wohlfühlgemeinde“ nimmt Abschied

Hemme – Mit großer Herzlichkeit nahm die Kirchengemeinde Hemme Abschied von ihrem Pastor Klaus Johannsen. Fast 18 Jahre hatte er gemeinsam mit seiner Frau Solveigh dort gewirkt und vieles in Bewegung setzen können. „Hemme ist für mich eine echte Wohlfühlgemeinde gewesen“, sagte der Seelsorger in seiner Predigt. Das Ehepaar hat für die Ruhestandsjahre ein neues Domizil in Friedrichstadt gefunden.

Johannsen war in Hemme von Anfang mit nur 50 Prozent vergütet worden. Ein Luxus, den er sich leisten konnte, weil seine Frau mitverdiente, wie der kommissarische Propst Peter Fenten erklärte. Johannsen hielt in seiner Predigt ein Plädoyer für die halben Stellen. „Ich kam hier etwas erschöpft an“, sagte er. Zuvor war er Seelsorger in der großen Gemeinde Wesselburgen gewesen. Und dann zählte er auf, was alles ihn dankbar zurückblicken ließ: die unkomplizierte Arbeit mit dem Kirchenvorstand, zuverlässige und verantwortungsbewusste Mitarbeiter, die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und dem Bürgermeister, dazu die Gruppen und Kreise der Gemeinde, von denen einige den Gottesdienst auch mitgestalteten. Kurz und knapp war die Predigt, und sie schloss mit der Bitte um Gottes Segen für ein fröhliches Miteinander der Gemeinde Hemme in der Zukunft.

Dankbar war auch der Rückblick Peter Fentens auf die gemeinsame Zeit. „Du bist ein absolut souveräner Mensch, der nie einen Hehl aus seiner Meinung macht“, sagte er. Johannsen sei ein anpackender Pastor gewesen, und was in seiner Amtszeit gediehen sei, das sei schon „ganz schön unverschämt viel Segen gewesen.“ Momente der Rührung entstanden, als Fenten mit Johannsen gemeinsam durch die Kirche ging und Gemeindeglieder dem scheidenden Pastor Dank- und Segensworte sagten.

In diesem Gottesdienst lagen Abschied und Neubeginn nah beieinander: Zu Beginn verkündigte der Kirchenvorstand, dass die Nachfolge nunmehr geregelt sei. Pastor Wolfgang Lange, der ebenfalls am Gottesdienst teilnahm, habe die bischöfliche Ernennung für den Dienst in Hemme erhalten.
Text und Bilder: Inke Raabe

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