Hemme

Die St. Marien-Kirche zu Hemme ist mit Ziegelmauerwerk im gotischen Stil des 14. Jahrhunderts erbaut worden. Sie steht auf einer Wurt und ist heute weiß gekalkt. Zu ihr gehört ein hölzerner Glockenturm, der ebenfalls in dieser Zeit erbaut wurde.

Die Kirche ist eine sog. „Eigenkirche“: Sie wurde von den ansässigen Dithmarscher Bauerngeschlechtern, deren Wappen an der Orgelempore zu sehen sind, finanziert.

Der Kirchenbau ist eher schlicht, die Innenausstattung üppig: Ins Auge fällt die durchgehende halbhohe Wandvertäfelung, an der 121 Bilder aus der Bibel zu sehen sind. Sie wurden um 1650 erschaffen und beginnen an der Nordwand mit der Erschaffung Evas und enden mit der Darstellung von Jesus Christus als dem Heiland der Welt.

Das Gestühl besteht aus drei Blöcken mit zwei Gängen und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Gestühlswangen sind teilweise mit Wappen versehen.

Die Kanzel im Renaissance-Stil stammt aus dem Jahre 1567. Ansonsten stammt die Innenausstattung fast ausschließlich aus dem 17. Jahrhundert.

Auf dem mittelalterlichen Unterbau ruht der figurenreiche Schnitzaltar von 1622 im Stil der Spätrenaissance. Durch einige „barocke“ Zusätze wurde der Altar 1634 „modernisiert“.

Vom Chorraum ist das Kirchenschiff durch einen Chorbogen abgesetzt, wo das Triumphkreuz von 1697 mit den Standfiguren der Maria und des Johannes und den Stifterwappen den Blick auf sich zieht.

Der neunteilige Orgelprospekt von 1844 bis 1845 lässt noch barocke Vorbilder erkennen. Die Orgel stammt von dem Orgelbauer Marcussen aus Apenrade.

Ansprechpartner:

Pastor: Wolfgang Lange

Kontakt:
Dorfstraße 11
Hemme
Tel. 04837/201