Frauenwerk

Sommer im Aufbruch zu Frieden und Begegnung

Der Mut kann ganz schön klein werden im Angesicht all der schlimmen Nachrichten, die das Leben und viele Menschen bedrohen. Doch Angst ist keine Lösung, um damit umzugehen. Gegen die Angst kann ich antreten. Mit Engagement und Zusammenhalt werden viele gute Hilfen und Begegnungen möglich. Viele Menschen in Dithmarschen engagieren sich für Geflüchtete. Viele Vereine, Organisationen und Netzwerke setzen sich ein. Hier lebende Menschen mit Fluchtgeschichte haben Deutsch gelernt und sind jetzt selbst Helfende. Berührende Erfahrungen sind das. Zum Beispiel, wenn eine tschetschenische Lehrerin, die seit Jahren fleißig Deutsch gelernt hat, in einer Dithmarscher Grundschule für ukrainische Kinder unterrichtet. Wenn eine junge afghanische Frau mir berichtet, wie gerne sie in der Altenhilfe arbeitet. Wenn eine syrische Mutter einer 2jährigen Tochter sich freut, dass ihr Partner seine Ausbildung beendet hat und als Geselle eingestellt wurde. Auch sie möchte bald wieder arbeiten und freut sich darauf. Neben all dem Leid im eigenen Herkunftsland und dem Ergehen Angehöriger dort, die teilweise von hier aus unterstützt werden. 

Wir gehen an gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Und Pilgern für Geschlechtergerechtigkeit mit der Nordkirche „Go for Gender Justice“. In Windbergen am 28. Mai pilgern wir für Echte Vielfalt. 

Ich erlebe den Geist von Pfingsten, die Kraft, die verbindet und Menschen zueinander führt. 

Lassen Sie sich/ Lass dich ein auf diese wunderbare Kraft 

 

Eine segensreiche Sommerzeit

wünscht Ihnen und euch

 

Monika Schmudde
Referentin im Ev. Frauenwerk Dithmarschen

 

Biografiearbeit in Barlt

Was ist transgenerationale Weitergabe von Traumata und was hat das mit mir zu tun? Manche Menschen in Deutschland haben noch den ersten oder 2. Weltkrieg erlebt. Geflüchtete mit Kriegserfahrungen kommen nach Deutschland. Auch Nachfolgegenerationen „erben“ Teile der Traumata der Eltern oder Großeltern. Z. B. , wenn etwas verschwiegen wird. Wenn traumatisierten Eltern Empathie fehlt. Glaubenssätze wie „Stell dich nicht so an“ oder „Ich bin ganz allein“ können so eine Haltung ausdrücken. Wenn die Sicherheit bedroht ist und das Überleben gefährdet war. Am 23. und 27. Juni abends in Barlt geht es thematisch um deine eigene Lebensgeschichte und was sie mit transgenerationaler Weitergabe von Traumata zu tun haben könnte. Gleichzeitig bleiben wir nicht dabei stehen, sondern finden heilsame Wege des Verstehens und des Auftankens. Herzliche Einladung. 

 

Mut tut gut: digitales Frauenmahl

Das zweite Dithmarscher Frauenmahl unter dem Motto „Mut tut gut“ wurde hybrid im Gemeindehaus St.-Jürgen der Evangelischen Kirche gefeiert. Das Evangelische Frauenwerk Dithmarschen beging dieses Frauenmahl in Kooperation mit der Vhs Heide und der Gleichstellungsstelle der Stadt. 

Seit 2011 gibt es das Format Frauenmahl in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Frauen gestalten die Kirche der Zukunft mit – visionär, selbstbewusst und außerhalb gewohnter Strukturen. Präses des Kirchenkreises Sonja Keck begrüßte alle Teilnehmenden als Schirmfrau des Frauenmahls, insbesondere auch die Mutmacherinnen aus Dithmarschen und darüber hinaus. Claudia Röttger, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, ließ anklingen, dass die bewährte reformatorische Tradition von Frauen, die zu Tisch bitten, einen Erfahrungs- und Erkenntnisaustausch möglich machen, der wichtig sei.

Christiane Thomsen vom Frauenhaus Dithmarschen führte in ihrem R edebeitrag aus, dass das Tabuthema häusliche Gewalt in den Medien inzwischen stärker veröffentlicht wird. Die Istanbulkonvention des Europarates aus 2018, die auch Deutschland unterschrieben hat, definiert Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Menschenrechtsverletzungen. In Schleswig-Holstein, auch in Dithmarschen, gibt es Arbeitsgemeinschaften, die den Prozess der Umsetzung mit voranbringen und für dieses Thema sensibilisieren. Dieser Wandel in unserer Gesellschaft macht Mut. 

Silgai Amarkhil wohnt seit acht Jahren in Heide. Ihre Kinder gehen zur Schule. Ihre Angehörigen wohnen in Afghanistan. Im Einsatz als Sprachmittlerin in der Migrationsberatung im Diakonischen Werk begleitet sie Menschen, die Hilfe benötigen, zum Beispiel zu Ämtern oder Krankenhäusern. Auch begleitet sie Menschen, die neu hergezogen sind. Sie ermutigt gerne Menschen und sagt ihnen: „Du kannst das. Du schaffst das.“ So ermutigt sie auch ihre Schwester in Afghanistan, eine Ärztin und Lehrerin. 

Jemina Voß, eine 17-jährige Schülerin, befindet sich im Einsatz für Fridays for Future in Heide. Sie hat darüber nachgedacht, was für ein kleines Wort Mut ist. So selten benutzt. Doch es beinhaltet, Großes zu wagen, zum Beispiel gegen die schlechten Dinge anzugehen, die in unserer Welt passieren, mutig die eigene Stimme zu erheben und gemeinsam zu demonstrieren. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, diejenigen, die keine Stimme erheben können, beim Thema Klimaschutz zu vertreten.

Miriam Otto ist Leitung der Vhs Heide. Mut hatte sie zum Beispiel zu einem Semester in Istanbul und einem Praktikum in Nepal mit journalistischer Tätigkeit. Sie merkte: „Ich gehörte nicht zur Mehrheit, wurde beurteilt. Gehörte nicht dazu. Konnte nicht in der Masse abtauchen.“ In Deutschland gibt es genügend Menschen, denen es genauso geht. Heute gibt es viele Themen und Zustände, die zu Mut zwingen. Im Einsatz für Demokratie und Vielfalt. Wenn man Menschen aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken rettet. Miriam Otto träumt von einer Welt, in der dieser Mut nicht mehr nötig wäre, in der Gerechtigkeit und Frieden einfach so da wären. 

Katrin Schmidt, Leitung des Evangelischen Mutter-Kind-Kurzentrums Gode Tied Büsum, sprach von dem breiten Spektrum an Schicksalen von Müttern, die eine Kur benötigen. Als Beispiel berichtete sie von einer Mutter von zwei Kindern zwischen vier und sechs Jahren, Home-Office, Teilzeitjob, Kinderbetreuung und eine Oma aus der Tagespflege, die es nachmittags zu betreuen galt. Zu viele Herausforderungen schwächen und machen verletzlich. Dann sei da noch der Druck von außen, immer alles schaffen zu müssen, und der Gedanke, nur sie allein schaffe es nicht. Ein Zusammenbruch ist oft die Folge. Zuzugeben, hilfebedürftig in einer Leistungsgesellschaft zu sein, braucht Mut. Unsere Gesellschaft belastet vor allem Frauen und Mütter, die viel mehr der nötigen Care-Aufgaben leisten. In der Kur ist es wichtig zu lernen, nicht me hr alles schaffen zu müssen, und die eigenen Grenzen besser wahrzunehmen. Viele Frauen gehen gelassener, freier und fröhlicher aus der Kur. Wie gut wäre es, mutig zu eigenen und anderen Schwächen und Verletzlichkeiten zu stehen.

Ronja von Wurmb-Seibel, Journalistin, Filmemacherin und Autorin, war kurzfristig erkrankt. Pastorin Luise Jarck-Albers, die den Abend moderierte, stellte einige Aspekte aus dem Leben von Wurmb-Seibel vor. Zum Beispiel fand sie es nicht wirklich mutig, nach Kabul zu ziehen. Die Autorin ist der Meinung, Mut bedeutet, sich eigenen Ängsten und somit auch der eigenen Verletzlichkeit zu stellen. Ohne unsere Ängste und Verletzlichkeiten könnten wir nicht mutig sein. Es kann auch schiefgehen, aber oft entstehen Wunder daraus. Ronja Räubertochter war ein Vorbild für die Autorin, sich für Frieden und andere Menschen einzusetzen. Eine ihrer Einsichten: Die Macht von Geschichten bestimmt, woran wir glauben und wer wir sind.

Die Künstlerin Ute Lahann-Reuter stellte das erste Mal ihre Frauenportraits aus. Die Ölmalerei ist ihr Hobby. Aus echten Frauen und ihrer Fantasie erstellte sie eine Vielfalt an Zeichnungen, die meist noch besser geworden sind, als sie sich das vorgestellt hat. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Pastorin, seit drei Jahren Bischöfin der Nordkirche, wurde aus Travemünde zugeschaltet, von wo auf der Landes-Synode die aktuelle Situation von Friedensethik diskutiert werden sollte. Ihr sind das Politische, die Klimafrage, die internationale Verantwortung von Kirche wichtig. Die aktuelle Kriegssituation sei ein Alptraum. Aus biblisch-theologischer Sicht brachte sie ein Beispiel von einer Frau namens Abigail, die mit Weisheit und Rosinenkuchen deeskalierend ein Blutbad verhindern konnte. Frieden zu schaffen, bevor Gewalt und Krieg entstehen, das sollte immer Priorität haben. Wenn Frauen anwesend sind, schreiben empirische Studien, entstehen am Ende stabilere, länger anhaltende Friedensprozesse, bet onte Kühnbaum-Schmidt. Vergewaltigung gehört noch immer zu den schlimmen Kriegsverbrechen an Frauen. Frauen und Kinder erleben immer noch die schlimmsten Gewalttaten. Mut zum Frieden. Den brauchen wir.

Monika Schmudde, Referentin im Evangelischen Frauenwerk Dithmarschen, war sich einig mit den Aussagen der Bischöfin. Wenn Angst das Leben bestimmt, ist die Schönheit im Hier und Heute nicht mehr präsent. Es macht Hoffnung, dass Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist, und Mut bedeutet, sich trotzdem den Ängsten zu stellen. Ein Dank ging auch an Dr. Ingrid Weisz, Organistin in Tellingstedt. Sie spielte mit Monika Schmudde ermutigende Lieder für das Frauenmahl ein. Weitere Frauen in der Unterstützung beim Frauenmahl waren Angela Ewers, Referentin im Evangelischen Frauenwerk Dithmarschen, Maren Reichardt, Karin Giaffreda, Angela Kaeding und Monika Grewe, ehrenamtlich engagierte Frauen im Synodalen Frauenwerksausschuss sowie Sandra Stadniczuk, Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Dithmarschen und Gabriela Petersen-Schmidt, die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heide. Technisch wurde das Frauenmahl vom Offenen Kanal Westküste vielfältig unterstützt, von der Musikbearbeitung bis hin zur Übertragung der Veranstaltung.

 

Wir als Frauen unter Frauen.

Link zu einem Youtube-Film aus dem Frauenwerk Nordfriesland,
der Frauenarbeit in der Kirche gut darstellt:
https://www.youtube.com/watch?v=Jr-NuZFXFHk

 

Zukunftsplan: Hoffnung –
zum Weltgebetstag 2022 aus England, Wales und Nordirland

Zum Weltgebetstag am 4. März 2022 rücken die Länder England, Wales und Nordirland in Dithmarschen in den Mittelpunkt. Ziel der Weltgebetstagsarbeit ist es, die Rechte von Frauen und Kindern zu stärken. Dafür gibt es weltweit viele Projekte. Durch die Pandemie werden soziale Ungleichheiten verschärft, steigt Gewalt, nimmt Einsamkeit und Angst zu.

Ein Text der Bibel vor ca. 2.600 Jahren aus einem Brief Jeremias will Mut machen. Judäer und Judäerinnen wurden unter König Nebukadnezar aus ihrer Heimat nach Babylonien verschleppt. In eine Situation von Ausweglosigkeit ermutigt der Briefschreiber dazu, hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen: „Baut Häuser und wohnt darin, pflanzt und esst, gründet Familien, sorgt für das Wohl der Stadt, in der ihr lebt!“ Das sind Visionen, die von der Treue Gottes reden. Visionen von Frieden, Segen Gottes und Glück in einer schweren Zeit. Visionen, die auch heute noch tragen.

Das Ev. Frauenwerk Dithmarschen hat am 29. Januar dazu eine Online-Werkstatt angeboten. In vielen Kirchengemeinden in Dithmarschen wird es am 4. März Veranstaltungen und Aktionen zum Weltgebetstag geben.

Monika Schmudde, Referentin im Frauenwerk Dithmarschen

 

In Kooperation mit dem FilmClub Heide zeigen wir
am 17. Februar den Film „Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat“
im Kino „LichtBlick“ in Heide. Kartenreservierung bitte direkt im Kino unter Telefon 0481/686811

Weltgebetstag 2021 - Vanuatu

„Worauf bauen wir?“, ist das Motto des Weltgebetstags aus Vanuatu, in dessen Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27 stehen wird. Steht ein Haus auf festem Grund, können Stürme ihm nichts anhaben. Gottes Wort als Fundament hält und trägt in den Stürmen des Lebens. Hierzu wollen die Frauen aus Vanuatu zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. Vanuata ist ein Land mit 83 Inseln im pazifischen Ozean und wie kein anderes Land vom Klimawandel betroffen.

Der Weltgebetstags-Film im Kirchenkreis gibt uns Einblicke in ein Land im Südpazifik, seine Schönheit, aber auch die Gefahren durch den Klimawandel. Er gibt uns Impulse für unser eigenes Leben und stellt uns in die Verantwortung für ein Klima gegenseitiger Unterstützung und Klimaschutz.

Frauenwerk

So arbeiten wir:

Das Evangelische Frauenwerk Dithmarschen steht durch das vielfältige Engagement ehrenamtlicher Frauen auf einem breiten Fundament.

Schwerpunkte der Arbeit sind:

  • Angebote und Aktivitäten in Gemeinden und übergemeindlich im Kirchenkreis, z.B. Angebote zum Auftanken, um Frauen zu stärken
  • Projekte, z.B. Biografie-Arbeit, Klimaprojekt
  • die Vernetzung mit gesellschaftlich und politisch engagierten Frauengruppen im Landkreis Dithmarschen
  • die Vernetzung mit dem Frauenwerk der Nordkirche und den Frauenwerken in den einzelnen Landkreisen
  • die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen (z.B. Care, Sorgearbeit, der Mensch als Humankapital)
  • die Unterstützung der Kampagne "Saubere Kleidung"
  • die Unterstützung des Fördervereins contra gegen den Frauenhandel
  • die Vorbereitung der Weltgebetstags-Gottesdienste in zwei regionalen Werkstätten
  • die Begleitung ehrenamtlich tätiger Frauen in den Gemeinden

Die Geschäftsführung, die inhaltliche Gestaltung und das Coaching der Ehrenamtlichen für die Durchführung der Arbeit liegt bei den Referentinnen der Frauenarbeit. Das Ev. Frauenwerk Dithmarschen wird in seiner Arbeit durch den Synodalen Ausschuss für die Frauenarbeit unterstützt und begleitet.

Kontakt:
Geschäftsstelle:
Nordermarkt 8
25704 Meldorf

E-Mail:
frauenwerk-geschaeftsstelle@kirche-dithmarschen.de

Telefon:
04832 /972430 (8-12 Uhr)

Geschäftsstelle:
Alexandra Führer

Referentinnen:
Monika Schmudde
monika.schmudde@kirche-dithmarschen.de

Angela Ewers
ewers@kirche-dithmarschen.de

Aufgaben

Beide Referentinnen sind zuständig für:

  • Koordination und Coaching für Ehrenamtliche
  • Projekte und Aktionen
  • Bildungsangebote


Vernetzung:

  • mit Gemeinden und Einrichtungen im Kirchenkreis
  • mit unterschiedlichen Arbeitsfeldern in der Nordkirche
  • mit den Gleichstellungsbeauftragten, dem Frauenhaus, der Ahmadiyya Gemeinde und anderen wichtigen Frauengruppen in Dithmarschen

Schwerpunkte von Monika Schmudde sind:

  • Geschäftsführung
  • Weltgebetstagsarbeit
  • spirituelle Angebote und besondere Gottesdienste
  • Adventsoasen
  • Dithmarscher-Frauen-Dialog

Schwerpunkte von Angela Ewers sind:

  • Interkulturelle Begegnung
  • Frauenfrühstück
  • Angebote für jüngere Frauen
  • Vernetzung mit Kinder- und Jugendarbeit

Synodaler Ausschuss

Maren Reichardt ist Vorsitzende des Synodalen Ausschussen und vertritt das Frauenwerk des Kirchenkreises Dithmarschen in der Frauensynode der Nordkirche. Sie ist langjährig in der Frauenarbeit tätig, hält als Vorsitzende engen Kontakt zu den beiden Referentinnen für Frauenarbeit und je nach Erfordernissen zum Kirchenkreisrat. Sie engagiert sich in der Praktischen Arbeit des Frauenwerkes insbesondere im „meditativen Tanz“ und arbeitet im Vorstand des Fördervereins von „Contra“ (Fachstelle gegen Frauenhandel) mit. Darüberhinaus trägt sie alle wichtigen Informationen aus dem Frauenwerk der Nordkirche in die Kirchenkreisarbeit.

Luise Jarck-Albers ist Pastorin in Heide und stv. Vorsitzende im Synodalen Ausschuss. Sie findet ihre großen Anliegen Frieden und Gerechtigkeit bei denen wieder, die sich in der Frauenarbeit engagieren. Dafür setzt sie sich ebenso gern ein wie für einladende Gottesdienste in alter und neuer Form.

Karin Giaffreda ist die Schriftführerin des Synodalen Ausschuss. Ihr organisatorisches Talent kommt der Arbeit im Frauenwerk sehr zu Gute. In der Weltgebetstagsarbeit findet sie ihren spirituellen und praktisch theologischen Schwerpunkt, was sehr gut zu ihrem interkulturellen familiären Hintergrund passt.

Heidi Kruse hat sich bereits vor ihrem Umzug von Rendsburg nach Heide in der Frauenarbeit der Nordelbischen Kirche engagiert. Jetzt  ist sie schon seit mehreren Jahren Mitglied im Synodalen Ausschuss in Dithmarschen und engagiert sich z.B. bei der Frauenkleiderbörse. Ihre große Leidenschaft ist immer noch der Weltgebetstag.

Annette Thode-Flicek hat weltweite Interessen und ist seit über 22 Jahren in der El Salvador Partnerschaftsarbeit des Kirchenkreises aktiv. Sie ist in der Ökumene Arbeit engagiert und hält als Mitglied im Synodalen Ausschuss die Verbindung zur ökumenischen Arbeit. Darüber hinaus bereichert sie Vorhaben des Frauenwerks mit ihrem kreativen Talent.

Dr. Ingrid Weisz ist der Frauenarbeit seit Langem durch den Weltgebetstag verbunden. Ihr Schwerpunkt dabei ist immer die Musik. Mit Geduld, Leidenschaft und großer Freundlichkeit führt sie die Frauen im Kirchenkreis in die Lieder der Gottesdienstordnung ein. Eine anspruchsvolle Aufgabe, ist das Einüben der Lieder doch oft eine Herausforderung, so unterschiedlich wie sie durch die Tradition der Länder geprägt sind.

Vernetzung

 

Projekte

Kampagne Saubere Kleidung

Die Zustände in den Zuliefererbetrieben der Bekleidungsindustrie in Bangladesch, Indien oder anderen Ländern sind mehr als beklagenswert. Gegen einen Hungerlohn, müssen Männer und Frauen im Akkord Stoffe zurechtschneiden und zusammennähen. Immer wieder ereignen sich schreckliche Zwischenfälle in den Produktionsstätten, wie zum Beispiel am 24. April 2013 der Einsturz einer neunstöckigen Fabrik mit hunderten von  Opfern.

Die „Kampagne Saubere Kleidung“ setzt sich dafür ein, große Konzerne und Verbraucher und Verbraucherinnen an ihre Verantwortung zu erinnern, um zu erreichen, dass menschenrechtliche Standards auch für die Textilindustrie in Südostasien oder Lateinamerika verbindlich gemacht werden. Das Frauenwerk des Kirchenkreises Dithmarschen beteiligt sich punktuell an Aktionen dafür. Die Frauenkleiderbörse ist ein Beitrag zur Bewusstseinsschärfung. Indem dort Frauenkleider und Accessoires Second Hand verkauft werden können, wird ein Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit geschaffen. Die Frauenkleiderbörse wird als Forum genutzt, Frauen über die Kampagne Saubere Kleidung zu informieren.

Hier geht es zur Seite von Kampagne für Saubere Kleidung

„Förderverein contra eV.“

Der „Förderverein contra e. V.“ mit Sitz in Kiel unterstützt die Fachstelle contra gegen Frauenhandel, die Frauen, die durch Menschenhandel in Zwangslagen geraten sind, berät. Dabei geht es um unterschiedliche Bereiche, wie Menschenhandel in die Prostitution, in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und in die Ehe. Frauen aus der Frauenarbeit in Dithmarschen unterstützen den eigens für die Arbeit gegründeten Förderverein punktuell mit besonderen Aktionen, wie zum Beispiel mit einem Stand auf dem Schleswig Holstein Tag. Ziel der Arbeit ist es, das Thema einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen und um Spendengelder zu werben.

Hier geht es zur Seite von contra

contra – Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein

Frauenhandel passiert. Mitten unter uns.
Überall – sowohl in den Städten als auch auf dem Land – gibt es Frauenhandel in die Prostitution, Heiratshandel und extreme Arbeitsausbeutung, auch im Gebiet der Nordkirche, auch in Dithmarschen.

Das Erlebte verfolgt Betroffene lebenslang.
Die Frauen werden ausgebeutet und mit psychischer oder physischer Gewalt bedroht und erpresst. Sie erleben einen dramatischen Verlust ihrer Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit. Mit den katastrophalen Folgen für ihre Gesundheit und ihre Perspektiven kämpfen sie oft lebenslang.


Betroffene Frauen brauchen Beratung.
Wir von contra leisten kostenfreie muttersprachliche Beratung und Begleitung in ganz Schleswig-Holstein. Das Beratungsangebot ist für alle betroffenen Frauen offen. Jede Beratung verläuft individuell und je nach Situation der Frau.

Der Beratung Raum geben.
Seit 17 Jahren gibt es contra, die Fachstelle gegen Frauenhandel. Unsere Beratung wird stark frequentiert und ist anhaltend intensiv. Um den vielen Anfragen an uns nachkommen zu können, brauchen wir neben Einzelfallhilfen auch dringend eine zweite Beraterin im Team. Die Finanzierung des Landes reicht nur für eine Beraterin aus. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Sie helfen damit jeder einzelnen Frau beim Aufbau einer neuen Lebensperspektive.

 Ihre Spenden setzen wir auch für folgende Aufgaben ein:

  • Einzelfallhilfen für betroffene Frauen, wie Notversorgung, Reise-und Rückkehrhilfe, Therapie
  • Kosten für Dolmetscherinnen und andere externe Fachkräfte,
  • Kosten für eine verbesserte Ausstattung unseres Beratungsangebotes.

Jeder Euro kommt den betroffenen Frauen zugute, denn die Verwaltungskosten werden durch das Frauenwerk der Nordkirche und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein getragen.

 Für Fragen oder weitere Informationen stehen gerne zur Verfügung: Claudia Rabe und Jozefa Paulsen contra – Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein – ein Arbeitsbereich im Frauenwerk der Nordkirche

 

www.contra-sh.de Fon 0431 55 779 190 und 191 contra@frauenwerk.nordkirche.de

Spendenkonto
Evangelische Bank eG, IBAN: DE16 5206 0410 0206 5650 00, BIC: GENODEF1EK1, Stichwort „contra“

 

Dienstreiseantrag

Hier finden Sie das Formular zum Download